Würselen: Gesamtschul-Neubau: Belegung der Trainingsplätze ausgehandelt

Würselen: Gesamtschul-Neubau: Belegung der Trainingsplätze ausgehandelt

Wie steht es um den Ersatz für die Fußballtrainingsplätze, die mit dem Neubau der Gesamtschule an der Krottstraße in Würselen wegfallen? Diese Frage hatte im Bauausschuss die Bürgerinitiative gegen den Bau der Gesamtschule auf den Aschenplätzen dort gestellt. Der harte Kern der Gruppe will vor dem Verwaltungsgericht Aachen und dem Oberverwaltungsgericht Münster Klagen gegen das Projekt anstrengen.

Auf Nachfrage sagte der für das Ersatzkonzept zuständige Beigeordnete Roger Nießen: „Da die Rasenplätze der Stadt Würselen mit Ausnahme des Platzes Tellebenden in den Herbst- und Wintermonaten für den Trainingsbetrieb gesperrt sind, müssen die Fußballvereine in dieser Zeit zum Training auf die vorhandenen Aschenplätze ausweichen. Da diese häufig wetterbedingt nicht nutzbar sind, gestaltet sich das Wintertraining für die Vereine schon immer schwierig.“ Das sei einer der Hauptgründe für das Anlegen mehrerer Kunstrasenplätze. Wegen des Neubaus der Gesamtschule habe die Verwaltung in Gesprächen mit allen Vereinen einen neuen Belegungsplan der übrigen Plätze aufgestellt.

„Hier waren die Vereine sehr konstruktiv, und es ist gelungen, allen die gewünschte Anzahl an Wintertrainingszeiten trotz Wegfalls des Platzes Krottstraße zur Verfügung zu stellen“, betont Nießen. Voraussetzung sei gewesen, dass zumeist ein Platz von zwei Mannschaften belegt wird. Die wetterbedingten Ausfälle, die es immer schon gab, könnten durch diese Neubelegung selbstverständlich nicht vermieden werden. Die Kommunalen Dienstleitungsbetriebe versuchten aber durch erhöhten Einsatz auf den Plätzen, dem soweit möglich entgegen zu wirken. Zum geplanten Sportzentrum Kauseneichsgasse sei auch Positives zu melden. Nießen: „In zwei Workshops mit den betroffenen Vereinen Armada Euchen Würselen, Rhenania Würselen und VfR Würselen konnte man sich in bestem Einvernehmen über eine Anordnung der Sportflächen und der Gebäude einigen. Bemerkenswert ist hierbei, dass das Ergebnis erst beim Workshop aus Vereinsreihen als mögliche Variante identifiziert wurde.“

Die gemeinsam erarbeitete Planung habe auch bei den Vertretern des Stadtsportverbandes sehr positiven Anklang gefunden, bevor nun der zuständige Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstag, 15. Februar, Beginn 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses, Morlaixplatz, über einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan entscheidet. Es hätte auch sicherlich alternative Lösungen gegeben, die etwas schneller zu realisieren gewesen wären, räumt der Beigeordnete ein. Dies hätte aber erheblichen Einfluss auf die Qualität und Ausnutzbarkeit der zentralen Sportanlage gehabt. „Hier waren sich alle Beteiligten — Verwaltung, Vereine, die politischen Vertreter und die Vertreter des Stadtsportverbandes — einig, dass bei diesem Projekt, das bestmögliche Ergebnis im Vordergrund steht, auch wenn sich die Umsetzung zeitlich verzögern sollte.“ Dies führe dazu, dass die für dieses Jahr geplante Umwandlung des Sportplatzes Drischfeld in einen Kunstrasenplatz noch vor Fertigstellung der Sportflächen hinter dem Aquana erfolgt.

(-ks-)