Baesweiler/Würselen: Gerhard Welper hat in seinem Buch die Dorfstruktur im Blick

Baesweiler/Würselen: Gerhard Welper hat in seinem Buch die Dorfstruktur im Blick

Gerhard Welper hat mit seinem Buch „Scherberg-Schweilbach — Ortsteilentwicklung in Würselen“ die soziale, wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung der Ortsteile untersucht und beschrieben.

Diese wird er bei einem Vortrag der Entwicklung Baesweilers gegenüberstellen. Dazu lädt der Geschichtsverein Baesweiler für Donnerstag, 20. November, ein.

Um 19 Uhr beginnt der Abend im Restaurant „Alte Schmiede“, Aachener Straße 240. Der Eintritt ist frei. Wie sich unter dem Einfluss des frühen Bergbaus und den wirtschaftlichen Möglichkeiten, die die Stadt Aachen bot, schon im 18. Jahrhundert eine Loslösung der Erwerbstätigkeit von den landwirtschaftlichen Wurzeln vollzog, wird Welper darstellen. In der Folge dieses Prozesses entwickelten sich besondere Siedlungsformen.

Mit einer hohen Konzentration kleinster, hintereinander gestaffelter Häuser mit ihren zum Teil komplizierten Besitzverhältnissen entstand in Würselen eine einzigartige Siedlungsstruktur, die für die alte Bergbauregion nördlich von Aachen typisch ist. Baesweiler dagegen, nur wenige Kilometer weiter nördlich gelegen, erfuhr eine andere Entwicklung. Bis zum Beginn des 20. Jahrhundertes agrarisch ausgerichtet und über lange Zeiträume durch Großgrundbesitz geprägt, blieb ein weitgehend dörflicher Charakter erhalten.

Gerhard Welper wird mit vielen Bildern und Karten diese unterschiedlichen Entwicklungen vergleichend darstellen, die sich bis heute im Erscheinungsbild der beiden Städte widerspiegeln. Dabei beschränken sich die Ausführungen nicht nur auf sein Buch. So wird u.a. eine neue Karte zur Geschichte Baesweilers vorgestellt, die die Flur- und Besitzstruktur Baesweilers im Jahre 1822 detailliert wiedergibt.

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