Herzogenrath: Geordnete Verhältnisse in der Herzogenrather City

Herzogenrath : Geordnete Verhältnisse in der Herzogenrather City

Wieder ist ein Schritt getan im Zuge der Innenstadtentwicklung in Herzogenraths Mitte: Die Verbindungsstrecke, die sich in Einbahnregelung von der oberen Kleikstraße bis zur Bahnhofstraße schlängelt, kann endlich vollständig ausgebaut werden.

Mit Vorstellung der Pläne für ein Apartmenthaus, das die Geilenkirchener Architektin Claudia Weber gegenüber dem Kaufland errichten möchte, stehen die Ausmaße der angestrebten Entwicklung des Villa-Marbaise-Geländes fest, das zurzeit noch als Schotterparkplatz genutzt wird. Somit kann auch bezüglich der Umfeldgestaltung in die Planung eingestiegen werden, wozu bereits die entsprechende Aufhebung des Sperrvermerks durch den Bau- und Verkehrsausschuss erfolgt ist.

Zur Erläuterung: Der Rahmenplan für das sogenannte Integrierte Handlungskonzept Herzogenrath-Mitte ist zwar seitens der Bezirksregierung abgesegnet worden, doch Rodas Politik hatte sich vorbehalten, über die Verwendung der Mittel jeweils mit Blick auf konkrete Einzelmaßnahmen zu beraten. Bei Einvernehmen müssen dann die vorsorglich eingesetzten Sperrvermerke aufgehoben werden.

13 Stellplätze

Mit den vorliegenden Plänen für das „Apartmenthaus Villa Marbaise“ auf einer Grundfläche von rund 1430 Quadratmetern steht fest, wo die Straßenverbindung, die bislang auf dem Schotterparkplatz mündet, weiter geführt werden kann — und zwar zwischen dem Parkplatz der VR-Bank und dem neuen Boardinghaus. An dieser Stelle wird auch noch Raum für 13 ebenfalls in Betonsteinpflaster angelegte Pkw-Stellplätze sein. Südlich und östlich soll das neu bebaute Gelände durch Grünstreifen respektive einen wassergebundenen Fußweg und eine ebenfalls mit Betonsteinen gepflasterte „Mischverkehrsfläche“ umgeben werden.

Unklar ist indes noch immer, was mit der Freifläche an der oberen Kleikstraße/Dammstraße geschehen soll, für die schon seit vielen Jahren ein Investor gesucht wird. „Hier muss auf alle Fälle ein Eyecatcher hin“, sagt der Technische Beigeordnete Ragnar Migenda im Gespräch mit unserer Zeitung.

Und hofft darauf, dass die Bautätigkeit auf dem Villa-Marbaise-Parkplatz in absehbarer Zeit für die nötigen Impulse sorgen wird. Baubeginn für das Apartmenthaus, dessen Pläne schon bei Vorstellung im Mai antragsreif waren, ist noch für dieses Jahr geplant. 59 Apartments von 33 bis 50 Quadratmetern Größe werden hier in zukunftsweisender, da ressourcenschonender Holzbauweise entstehen.

Migenda ist sicher, dass sich in Herzogenraths Zentrum mittelfristig eine „attraktive Gesamtsituation“ entwickelt: „Das befeuert sich gegenseitig.“ Weitere Investoren würden sich finden, die Voraussetzungen seien nicht nur mit dem Bau des Boardinghauses, sondern u.a. auch mit dem zweiten Projekt des Architekturbüros Weber geschaffen: „Wohnen an der Wurmpromenade“, ein Mehrgenerationenhaus auf dem ehemaligen Supermarkt-Gelände am Ferdinand-Schmetz-Platz. Die Grundstücksgeschäfte seien unter Dach und Fach. Auch das im Zentrum entstandene Ärztehaus passe gut in diesen Kontext.

Gesamtkonzept

Als nächstes ruht die Konzentration auf dem Postareal und dem Parkhaus an der Albert-Steiner-Straße. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan steht. Migenda betont: „Was hier entwickelt wird, muss natürlich ins Gesamtkonzept passen.“ Will heißen: Neue Nutzungen sollen bestehendes Gewerbe ergänzen. Unter anderem ein Workshop wäre zur Entwicklung des Areals denkbar.

Ergänzend, so Migenda, sei man derzeit auch mit Kaufland im Gespräch — zwecks Aufhübschung der Fassade des Supermarktkomplexes an der Bahnhofstraße und weiterer Umfeldverbesserung. Was auch das Thema Kriminalprävention umfassen soll, etwa durch eine transparentere Gestaltung der Bushaltestelle und ein generell größeres Augenmerk auf die Sauberkeit.

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