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Broichweiden: „Gemeinde will etwas bewegen”

Broichweiden : „Gemeinde will etwas bewegen”

Was den Dienst von Pfarrerin Dorothea-Elisabeth Alders in der evangelischen Kirchengemeinde Hoengen-Broichweiden anbetrifft, wurde vor einigen Wochen schon ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Eingeführt in ihr Amt wurde sie nun durch den für acht Jahre wiedergewählten Superintendenten Hans-Peter Bruckhoff im Rahmen eines vom Posaunenchor und vom Kirchenchor festlich gestalteten Gottesdienstes.

Gute Wünsche

Dadurch sollte - so Bruckhoff - bewusst gemacht werden, dass ein solcher Dienst der Fürbitte und des Segens Gottes bedarf. „Wir feiern Gottesdienst, um der Stimme Gottes Gehör zu verschaffen”, veranschaulichte er, wie Gottes Wort auch in unserer Zeit noch Perspektiven eröffnet. Es zu verkünden sei keine vergebene LiebesmühÔ, weil es einen längeren Atem als das Menschenwort habe. Der Superintendent ermunterte die neue Pfarrerin, mit Geduld den Boden zu beackern, mit Liebe und Sorgfalt einander Beachtung zu schenken, dann werde Gott seinen Segen dazu geben. Er erinnerte aber auch die Gemeinde daran, dass alle Mitglieder zum Dienst aufgerufen sind.

Gute Wünsche gab es zum offiziellen Amtsantritt von Pfarrerin Alders vom langjährigen Vorgänger im Amt, Franz Wattjes und im Sinne der Ökumene von Regionaldekan Hans-Rolf Krewinkel.

Keine Worthülsen

In ihrer Predigt nahm die ordinierte Pfarrerin Dorothea-Elisabeth Alders Bezug auf das Plakat für die 25. ökumenische Friedensdekade, auf dem mit „Recht ströme wie Wasser” ein Wort AmosÔ, des ältesten alttestamentarischen Propheten, aufgegriffen wird. Bereits er, Amos, habe 450 Jahre vor unserer Zeitrechnung harsche Kritik an der Gemeinde geübt, weil in ihre Recht gebeugt worden sei. Seine Sehnsucht habe er der Wirklichkeit seiner Tage entgegengesetzt. Die neue Pfarrerin fand heraus, dass die häufigsten Worte, die im neuen Testament vorkommen, Gerechtigkeit und Frieden sind. Es handele sich dabei keineswegs um Worthülsen. Vielmehr seien sie ein Auftrag an die Gemeinde.

Mit Freude stellte sie bei ihrer Ordination fest: „Ich habe in kurzer Zeit schon erlebt, dass es in der Gemeinde Menschen gibt, die etwas bewegen wollen.”

Beim anschließenden Empfang im Gemeindesaal durfte die neue Pfarrerin die Hände zahlreicher Gemeindemitglieder schütteln. Sie gaben ihr dabei persönlich gute Wünsche für ihren künftigen Dienst in und an der Gemeinde mit auf den Weg. Bei Kaffee und Kuchen wurden erste oder weitere Kontakte für die Zukunft geknüpft.