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Würselen: Gemeinde verabschiedet Organist Thorsten Krause

Würselen : Gemeinde verabschiedet Organist Thorsten Krause

Als Schüler der Klasse 10 des Heilig-Geist-Gymnasiums begann Thorsten Krause 1993 sein Orgelspiel an der Evangelischen Kirchengemeinde Hoengen/Broichweiden. Dabei setzte er sich das Ziel, durch seine musikalische Tätigkeiten Türen zu öffnen.

Dafür sagt die Gemeinde ihm am Sonntag, 10. August, im Gottesdienst um 10 Uhr in der evangelische Kirche in Mariadorf Dank. Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus wird es Gelegenheit geben, sich persönlich von ihm zu verabschieden.

Wer am Gottesdienst und am Empfang teilnehmen möchte und einen Fahrdienst wünscht, möge sich bis Freitag, 8. August, im Gemeindebüro melden.

Thorsten Krause erinnert sich an die Anfänge: „Noch ohne Führerschein - was dazu führte, dass Pfarrer Glabach und oder Pfarrer Schnapp mich anfangs nach den Sonntagsgottesdiensten nach Hause chauffierten - und mit einigen grundlegenden Kenntnissen des Orgelspieles, die ich in der katholischen Nachbargemeinde und im Unterricht bei dem dortigen Organisten Karl Stollenwerk erworben hatte, im Gepäck saß ich bald regelmäßig an den Orgeln der Kirchen Broichweiden, Mariadorf, Broicher Siedlung und Warden.”

Damit begann für Krause „eine besondere Zeit des Lernens und der Entdeckung, wie sich Kirchenmusik in einer Gemeinde gestalten lässt”. Die Organistenstelle bot ihm die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln und der Entschluss reifte, Musik zu studieren.

So begann er auch 1998 das Studium für das Lehramt Musik an der Folkwang-Hochschule in Essen und das Studium der katholischen Theologie an der RWTH Aachen.

In den vergangenen 15 Jahren erlebte Thorsten Krause immer wieder, wie ihm als Katholik die Türen in der Gemeinde geöffnet wurden. An sich selbst stellt er einen hohen Anspruch.

„Wenn die Freude und das Staunen über gelungene musikalische Darbietungen zum Lob wird, das über die Musik hinaus weist und die Fülle des Lebens spürbar werden lässt, dann ist es gelungene Kirchenmusik.”

Unter den vielen Erlebnissen der vergangenen 15 Jahren hebt sich für Krause die Aufführung der Johannespassion von J.S. Bach im vergangenen Jahr besonders hervor. Er ist der Gemeinde sehr dankbar, dass sie mutig dieses Projekt mit ihm verwirklichte.

Im Sommer 2007 endete seine Lehrer-Ausbildung mit dem Abschluss des Referendariats. „Ich merkte bald, dass der Beruf als Lehrer meine volle Aufmerksamkeit und Kraft beansprucht.”

Was bedeutet, dass er sich von lieb gewordenen Tätigkeiten verabschieden muss. „15 Jahre lang durfte ich neben Studium und Lehrerausbildung einen Lebensschwerpunkt in der Gemeinde Hoengen-Broichweiden setzten. Die Zeit hat mich geprägt und ich werde sie in dankbarer Erinnerung behalten.”

Ein neuer Lebensschwerpunkt ist für ihn nun die pädagogische Arbeit im Heilig-Geist-Gymnasium.