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Würselen: Gelbe Säcke: Schaden noch nicht beziffert

Würselen : Gelbe Säcke: Schaden noch nicht beziffert

Um die Abfuhr der „Gelben Säcke” hatte es in den letzten Wochen viele Irritationen gegeben. Um Licht ins Dunkel zu bringen, trat im Werksausschuss die gesamte Verwaltungsspitze an.

Mit ihren Mitarbeitern standen sie zu formaljuristischen Fragen und zu den Auswirkungen auf die Kommunalen Dienstleistungsbetriebe Würselen (KDW) Rede und Antwort.

Wie groß der Schaden für die Stadt ist und wie es sich auf die künftigen Müllgebühren auswirkt, dass die KDW wiederverwertbaren Verpackungsstoffe nicht mehr als Subunternehmer einsammelt, wurde nicht beziffert. Die KDW habe Anstrengungen unternommen, die Erlösausfälle zu kompensieren. Vergleichsverhandlungen über Schadensersatz hätten stattgefunden, so Erster Beigeordneter Werner Birmanns. Die Zahlen hätten weit auseinander gelegen, schloss er eine gerichtliche Klärung nicht aus.

Fest steht: 2004 werden die Gelben Säcke alle vier Wochen in drei Bezirken von den Wirtschaftsbetrieben Eschweiler (WBE) abgefahren. Der neue Abfuhrkalender, den die WBE zahlt, wird Ende Januar veröffentlicht.

Bürgermeister Werner Breuer appellierte an die Werksleitung, sich rechtzeitig für 2005 zu positionieren, wenn die Abfuhr neu ausgeschrieben werde. Die neun betroffenen KDW-Mitarbeitern könnten bei der Stadt bleiben. Umorganisation sichere ihre Weiterbeschäftigung. „Um uns neu aufstellen zu können, müssen wir uns kooperative Partner suchen”, so Rainer Lenzen (KDW).

Die Fraktionen wollten im Ausschuss Gewissheit erhalten, dass die Bürger in Sachen Gelbe Säcke genauso bedient werden wie bisher. Technischer Beigeordneter Ulrich Wigand: „Alle bereitgestellten Säcke müssen von der WBE abgefahren werden.”

Werksleiter Willi Grotenrath: „Kein Sack bleibt liegen.” Notfalls werde die KDW die Rückstände beseitigen und bei Verunreinigung der Straßen einspringen, die Kosten aber der WBE in Rechnung stellen. Alle Verbrauchsverpackungen mit Ausnahme von Glas und Papier dürfen - so Lenzen - künftig im Gelben Sack gesammelt werden.

„Weiße Säcke” erlaubt

Solange noch vorhanden, dürfen auch „Weiße Säcke” herausgestellt werden. Die Säcke werden weiter an den bekannten Stellen kostenlos ausgegeben. Die Stadt erhält dafür - so Franz-Josef Mahr - ein Entgelt.

Eine Änderung gibt es ab 1. Februar bei der Abfuhr von Papier und Kartonage, die weiter von der KDW betrieben wird. Die blauen Tonnen werden künftig 14-tägig in zwei Bezirken entleert werden. Damit trägt die KDW dem Bedarf besser Rechnung. Da Personalkapazitäten frei geworden sind, sammelt sie künftig auch Metallschrott aus Sperrmüll auf Abruf wöchentlich in eigener Regie für die Wiederverwertung.