Alsdorf: Gegen Rassismus: Integrationsrat will Schilder in Alsdorf

Alsdorf: Gegen Rassismus: Integrationsrat will Schilder in Alsdorf

An den Ortseingängen vieler Kommunen sind bereits Eindeutige Appelle gegen Rassismus zu lesen. Auch in Alsdorf sollen nun in absehbarer Zeit an 14 Standorten entsprechende Schilder aufgestellt werden. Zumindest, wenn es nach dem Willen des Integrationsrats geht.

Der Rat wünscht sich auch, dass Schüler individuelle Schilder gestalten. „Wir möchten, dass sich Schüler durch eigene Ideen mit der Aktion identifizieren können”, sagt Vorsitzender Melvüt Zorlu. Die Schulen aktiv mit einzubinden, sei Sinn und Zweck des Projekts. Die Aufgabe des Integrationsrats besteht nun darin, Schulen zu finden, die mitmachen wollen. „Wir dürfen jetzt keine Zeit mehr verlieren. Wenn wir das Projekt nicht langsam abschließen, wird es eine unendliche Geschichte”, so Zorlu.

Bereits 2008 hatte das Gremium die Beschilderung beschlossen, jedoch ist die Umsetzung bislang nicht zustande gekommen. An den Finanzen lag es nicht: „Das Geld ist da, und wir können es für die Aktion einsetzen”, sagt Bürgermeister Alfred Sonders. Pro Schild belaufen sich die Kosten auf rund 100 Euro. Vielmehr mangele es am Konsens darüber, wie die Schilder aussehen sollen.

Sollte sich keine Schule beteiligen, will der Integrationsrat eigene Entwürfe umsetzen. Einer der ersten Vorschläge lautet: „Alsdorf hat keinen Platz für Rassismus und Intoleranz.” Über Farbe und Gestaltung erzielten aber auch die Mitglieder des Integrationsrats noch keine Übereinstimmung.

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