Würselen: Funke springt beim Jazzfrühschoppen rasch über

Würselen: Funke springt beim Jazzfrühschoppen rasch über

Altes Gemäuer der Zintzenschen Scheune und Zaumzeug an der Wand, garniert mit ein paar Kerzen und wohligen Strahlern, bildeten ein berauschendes Ambiente. Unterdessen versank auf dem Innenhof des Gutes Kaisersruh der schöne Blumenschmuck in einem Regenschauer nach dem anderen.

Mit Unterstützung der Gastgeber hatte das Kulturforum Würselen beim Jazz-Frühschoppen 2010 aus der Not eine Tugend gemacht. Und wurde bei der 20. Veranstaltung dieser Art, wie Vorsitzender Günter Kölling reklamierte, einem Anspruch vergangener Tage gerecht, zum ersten Male übrigens. War doch die sommerliche Veranstaltung als „Musik in Scheunen und auf Höfen” konzipiert worden.

Rund 100 Jazzfreunde genossen in dieser Atmosphäre trotz aufziehender Kühle die flotten Dixieland-Klänge, die ihnen von der „Grafschafter Dixie Gang” vom Niederrhein heiß serviert wurden. Dabei übertrafen sich die fünf nach über drei Jahrzehnten in die Jahre gekommenen Jazzer in ihrer Spielfreude selbst. Swingend lebten sie sich zwei geschlagene Stunden lang nach allen Regeln der Jazz-Spiel-Kunst aus.

Immer wieder gab es spontanen Applaus für die fröhlichen Musiker, deren Funke so schnell übersprang, weil sie selbst ihre helle Freude am Jazzen fanden, trotz prasselnden Regens vor der Türe. Spätestens durch ihren Ausflug mit dem Riverboat auf dem Mississippi wurde er vergessen gemacht.

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