Würselen: Fundamente der Gesamtschule Würselen fast fertig

Würselen : Fundamente der Gesamtschule Würselen fast fertig

Fundamente für die neue Würselener Gesamtschule an der Krottstraße sind bereits gegossen. Derzeit wird die Bodenplatte komplettiert. In der nächsten Woche werden erste vorgefertigte Systembauelemente für die Außenwände geliefert.

So mussten sich die Honoratioren beim symbolischen ersten Spatenstich am Rande der weiter laufenden Baustelle weichen Boden suchen, damit der Erdaushub gelang.

Bürgermeister Arno Nelles (SPD) sprach von einem „historischen Moment für Würselen“. Vertreter der Anwohnerinitiative, die wegen „festgestellter Belastungen“ des Bodens in Schutzkleidung gegen den Neubau an dieser Stelle protestierten, lobte Nelles: Sie hätten durch kritische Begleitung des Großprojekts dazu beigetragen, dass das „Profil der neuen Schule geschärft“ wurde.

Für die Gemeinschaft aus Lehrern, Schülern und Eltern entstehe ein neues „Stück Lebensraum“. Nelles: „Das wird die Schullandschaft in Würselen nachhaltig positiv verändern.“ Zwischendurch fiel die Beschallungsanlage aus, da aber die Protestierenden fairer Weise während der Reden Trillerpfeife und Polizeisirene ruhen ließen, war Nelles weiter zu vernehmen. Er versprach: „Wir werden fristgerecht im Sommer 2019 ein beispielhaftes Projekt der Öffentlichkeit übergeben können.“

Olaf Staecker, Leiter der Gesamtschule, die derzeit im Gebäude der ehemaligen Hauptschule an der Lehnstraße untergebracht ist, sprach von „spannenden, bewegten, aber auch Zeiten der Ungewissheit“, wie es mit der Schule, die bereits drei Jahrgänge aufgenommen hat, weitergeht. „Wir haben uns aber nicht irritieren lassen und uns auf die pädagogische Arbeit konzentriert.“

Das gemeinsam entwickelte Leitbild sei so fest wie das Fundament, das jetzt für den Neubau in Zement gegossen werde. Angesichts vieler positiver Rückmeldungen und steigender Anmeldezahlen sagte Staecker: „Wir sind in Würselen angekommen!“ Die Schule könne bald über einen der pädagogischen Arbeit angemessenen Raum verfügen. „Nur eine wenige haben den Weitblick dafür noch nicht erreicht“, sagte er mit Blick auf die protestierenden Anwohner.

Schulpflegschaftsvorsitzende Claudia Krüger sagte, es sei ein großes Wagnis gewesen, ihre Tochter im Jahre 2015 an der Gesamtschule anzumelden, als noch nicht sicher war, dass der Neubau auch kommt. Es habe sich schnell herausgestellt: „Für unser Kind war das die richtige Entscheidung.“ Jeder Schüler sei anders. Das weiß Krüger als Mutter aus eigener Erfahrung nur zu gut, denn ein weiteres Kind geht aufs Gymnasium, ein drittes zur Realschule.

Protestierende Anwohner wurden von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Würselen (UWG) unterstützt, die per Flugblatt zum Spatenstich eingeladen hatte. Auch ein grüner Ratsherr steckte in einem weißen Schutzanzug. Die Bürgerinitiative bemängelt, dass das Areal für das Schulgebäude zu klein sei.

Sie befürchtet Verkehrsstau und schlechte Luft. Die Kosten würden künftige Generationen belasten. Zwei Klagen sind anhängig. Neben solchen happigen Vorwürfen gab es aber auch leckere Häppchen im Angebot.

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