Alsdorf: Für das Gymnasium im Kubiz muss angebaut werden

Alsdorf : Für das Gymnasium im Kubiz muss angebaut werden

Gerade einmal ein halbes Jahr ist es her, dass das Dalton-Gymnasium und die Realschule von Ofden auf das Annagelände gezogen sind — und nun muss schon erweitert werden. In welcher Form, ist noch offen.

Vier Klassenzimmer zu wenig hat das Gymnasium im Kubiz-Neubau und auf die eigentlich für die Jugendkunstschule „Aber Hallo“ vorgesehenen Räume darf die Schule nicht länger ausweichen, da sonst ein Verstoß gegen die Förderrichtlinien vorliegt.

Muss länger als geplant in der alten Turnhalle bleiben: Die Jugendkunstschule „Aber Hallo“ in Busch (l.). Das Gymnasium im Kubiz braucht derweil vier Klassenräume mehr. Foto: Verena Müller

Kurzer Exkurs: Für den Bau des Kultur- und Bildungszentrums hatte es öffentliche Mittel gegeben, da ein Teil der beiden Gebäude (Neubau und Kraftzentrale) auch von Vereinen und anderweitiger breiter Öffentlichkeit genutzt werden. Für einen Schulneubau von Gymnasium und Realschule hätte es keine Gelder gegeben.

Grund für den erhöhten Raumbedarf des Gymnasiums ist laut Stadtverwaltung Alsdorf nicht nur die Rückkehr zum G9, sondern auch eine höhere Anmeldezahl durch den Flüchtlingszustrom.

Bislang zählt die weiterführende Schule 30 Klassen, 34 müssten es aber sein. Kalkulierte Kosten: 700.000 bis 900.000 Euro. Das Thema steht am Dienstag auf der Agenda des Schulausschusses, Beginn 18 Uhr im großen Sitzungssaal im Rathaus an der Hubertusstraße. Die Vorlage lässt offen, ob in „Container- oder Festbauweise“ zusätzlicher Raum geschaffen wird.

Der Witz: Ursprünglich waren sogar Container für das Kubiz angeschafft worden, als sich der Umzug aufgrund von Bauverzögerungen in der Kraftzentrale (Stichworte: marode Fundamente, falsche Verfugung an der Außenwand, etc.) nach hinten schob. Diesen Engpass — also fehlende Naturwissenschaftsräume und fehlende Mensa — wollte die Stadt mit neuen Containern für 350.000 Euro beheben. Dann trat der Wasserschaden am Neubau auf und der gesamte Umzug wurde um ein Jahr vertagt. Die Container schienen nutzlos, da meldete die aus allen Nähten platzende Marien-Realschule Bedarf an. Dort wurden sie auch aufgestellt.

Schrumpfende Realschule

Unklar ist derzeit, warum der geringere Raumbedarf der Kubiz-Realschule, die um eine Eingangsklasse reduziert wird, nicht zugunsten des Gymnasiums umverteilt werden kann. Der zuständige Referatsleiter war am Montag nicht zu erreichen.

Und „Aber Hallo“? Soll laut Sitzungsvorlage „zumindest bis zum Schuljahresbeginn 2018/2019 in den derzeitigen Räumlichkeiten (Turnhalle Busch)“ bleiben. Ursprünglich war ein Umzug zum vergangenen Donnerstag (1. Februar) in Aussicht gestellt worden.

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