Nordkreis: Frösche im Broichtal wieder unterwegs

Nordkreis: Frösche im Broichtal wieder unterwegs

Der Frühling kündigt sich mit steigenden Temperaturen langsam aber sicher an. Mit der wärmeren Jahreszeit beginnt auch wieder die Zeit der Amphibienwanderungen (Kröten, Frösche, Molche). Der Aufbau der Amphibienschutzeinrichtungen in der Städteregion startet in diesem Jahr im Broichtal.

Im Bereich der Bergerstraße (Herzogenrath) werden deshalb ab kommenden Montag, 2. März, Amphibienleitzäune im Auftrag der unteren Landschaftsbehörde aufgestellt. Mit den Zäunen werden die Tiere zu fest eingebauten Amphibientunneln geführt, in denen sie sicher zu ihren Laichgewässern kommen.

Die Städteregion bittet, dort nur mit reduzierter Geschwindigkeit zu fahren, da trotz Leitzäunen im Bereich von offenen Einfahrten die geschützten Amphibien auf der Fahrbahn unterwegs sein können. Im Bereich der Bergerstraße nahe dem Rückhaltebecken und Hallenbad beginnen am Montag die Arbeiten.

Die Frösche sind die Ersten, die den Winterschlaf beenden. Im Landschafts- und Naturschutzgebiet Broichbachtal laufen daher die Vorbereitungen, um die ersten Frösche sicher über die Straße zu bringen. Die Erdkröten werden erfahrungsgemäß auf „Nummer Sicher“ gehen und noch den tatsächlichen Beginn des Frühjahrs abwarten. Daher müssen für die Artenschutzmaßnahmen auch mindestens acht Wochen kalkuliert werden.

Entlang des Schutzzaunes werden die Tiere durch sogenannte Fangeimer auf dem Hinweg von Bierstraß aus in die dortigen Weiher gebracht und auf ihrem Rückweg wieder in den Wald transportiert. Erfahrungsgemäß kehren die weiblichen Tiere dem Laichgewässer schnell wieder den Rücken zu und wandern zurück in Richtung Sommerquartier, die männlichen Amphibien hoffen noch auf weitere weibliche Bekanntschaften und halten sich deshalb noch länger am und im Gewässer auf.

Zu Beginn der kommenden Woche wird zunächst mit dem Aufbau von zwei jeweils 250 Meter langen Amphibienleitzäunen und dem Einsenken von Eimerfallen begonnen. Radfahrer und Fußgänger werden gebeten, eine Alternativroute zu nutzen.

Sobald dann die ersten Amphibien mit ihrer Wanderung beginnen, werden die Ordnungsämter der Städte Alsdorf und Herzogenrath in Zusammenarbeit mit der unteren Landschaftsbehörde die Ottenfelder Allee im Bereich des Schlossparks Ottenfeld und der Straßeneinmündung nach Reifeld und Noppenberg für den gesamten Verkehr sperren.

Nächster Einsatzort wird in Bardenberg der ins Naturschutzgebiet Wurmtal führende Mühlenweg sein. Schutzmaßnahmen werden darüber hinaus in den nächsten Wochen im Südkreis, in Roetgen, Simmerath und Monschau aufgebaut.

Weitere Informationen gibt es dazu bei Udo Thorwesten von der unteren Landschaftsbehörde, telefonisch unter Telefon 0241/51982401 oder per Mail an udo.thorwesten@staedteregion-aachen.de.