Würselen: Friseur-Innung Aachen-Regio blickt auf schwieriges Jahr

Würselen: Friseur-Innung Aachen-Regio blickt auf schwieriges Jahr

„Geschäftlich gesehen war 2013 für unsere Friseur-Innung ein schwieriges Jahr“, resümierte Obermeister Norbert Bock auf einer Versammlung im Restaurant Brepols an der Aachener Straße. „Die Einnahmen gingen zurück.“ Das führte er darauf zurück, dass die Zahl der Mitglieder und der Prüflinge gesunken und die Beiträge zum Landesinnungsverband gestiegen seien.

Außerdem habe es einen Fall von „Lehrlingsstreitigkeiten“ und „zwei Fälle beim Abmahnverein“ gegeben. Diese seien jedoch aus Sicht der Innung erfolgreich verlaufen. Der Wermutstropfen: Die Kosten seien noch nicht von der gegnerischen Partei beglichen worden. In diesen Fällen habe sich gezeigt „dass Einigkeit stark macht“. Es müssten wieder mehr Friseure für die Innung, also den Arbeitgeberverband, gewonnen werden.

23 Lossprechungen

Im Jahr 2013 gab es bei der Friseur-Innung Aachen-Regio acht Vorstandssitzungen — eine gemeinsam mit Aachen-Stadt — eine Lossprechung und zwei Modeproklamationen. Das Modeteam besuchte die Modevorinformation des LIV in Geldern und in Hamm. Außerdem war die Innung auf der Verbandstagung im Frühjahr in Dortmund und auch im Herbst in Willingen vertreten. Besonders hob der Obermeister hervor, dass vier neue Gesellenbeisitzer im Prüfungsausschuss eingearbeitet werden konnten. Im Jahre 2013 wurden 29 Auszubildende in Teil II und 30 in Teil I geprüft. 23 von ihnen konnte die Innung in einer feierlichen Atmosphäre im Alten Rathaus lossprechen. In Erinnerung rief Bock, dass die Beste, Sarah Linden, und die Zweitbeste, Charline Linnenberger, von der Innung ausgezeichnet wurden. Sarah Linden durfte zudem noch den Jugendförderpreis im Handwerk der Sparkasse entgegennehmen. Sie sei die erste Auszubildende der Innung, die in den Genuss dieses Preises gekommen sei, vermeldete der Obermeister voller Stolz.

Modeproklamation

Die beiden Modeproklamationen mit dem Modeteam und dem neu gegründeten Jung-Modeteam seien gute und sehr informative Veranstaltungen gewesen. Bock ging auch auf die Allgemein-Verbindlichkeitserklärung des Lohn-Tarifvertrages ein, der in vielen Geschäften eine „Preiserhöhungswelle“ ausgelöst habe.

Geehrt wurden drei Jubilare im Handwerk: Obermeister Bock überreichte den Silbernen Meisterbrief Heinz-Georg Pfenning (Herzogenrath). 50 Jahre Mitglied der Innung ist Maria Schyns (Eschweiler). Sie durfte den Meisterbrief in Gold in Empfang nehmen.

Im Ausschuss engagiert

Vor 60 Jahren legte Matthias Bergrath aus Würselen die Meisterprüfung ab und engagierte sich von da an in der Innung. Viele Jahre gehörte er dem Vorstand an. Tätig war er im Gesellenprüfungsausschuss in Stolberg, aber auch im Meisterprüfungsausschuss. Als Dozent an der Handwerkskammer und im Fachbeirat erwarb er sich vielfältige Verdienste. Für die Prüfungen stellte er die theoretischen Fragen zusammen, lange bevor der LIV diese landeseinheitlich formulierte. Seit vielen Jahren schon ist er Ehrenmitglied „seiner“ Innung. Zu seinem Diamantenen Meisterbrief und zum Geburtstag gratulierte der Obermeister herzlich.

(ehg)