Friedensprojekt am Berufskolleg Alsdorf

Alsdorf, Malmö und Chania : Friedensprojekt mit internationalem Flair

Jugendliche aus Alsdorf, Malmö und Chania nehmen an dem Projekt am Berufskolleg teil. Weitere Stationen sind Griechenland und Schweden.

Christina Jansen bleibt dezent im Hintergrund, aber die junge Lehrerin strahlt. Ihre Schüler dagegen sprudeln nur so von den Erfahrungen, die sie in einer Woche gemacht haben. Sieben Tage lang haben die zehn Jugendlichen des Berufskollegs Alsdorf gemeinsam mit jeweils zehn weiteren jungen Leuten aus Malmö in Schweden und Chania in Griechenland verbracht. Unter dem Dach eines Projektes mit dem Namen „I see you – Creating space for everyone“ haben sie sich zunächst kennengelernt.

Was leichterdings formuliert ist, hatte durchaus seine Tücken. Die Supervisoren waren durchaus konfrontiert mit Vorbehalten, festgefügten Vorstellungen, die man voneinander hatte und von Missverständnissen. Allerdings war diese Phase schnell vorbei. „Nach ein, zwei Tagen gab es so etwas wie eine Explosion“, berichtet Lydia Giannopoular, die griechische Betreuerin. Danach haben die Schüler die gemeinsame Zeit mehr als genossen, in Workshops, Exkursionen und bei gemeinsamen Mahlzeiten das beste für die Gruppe dabei herausgeholt.

„Unser Projekt ist gefördert von der Stiftung ‚Erinnern-Verantwortung-Zukunft‘“, erklärt Christina Jansen. Die Themen des Austauschs sind neben Frieden und Menschenrechten auch die Gleichberechtigung. Daher wählte die Gruppe als Ziel ihrer Exkursion das Museum für Europäische Geschichte in Brüssel und erhielt an der RWTH Aachen Informationen zum Thema „Leben nach dem Überleben“ von Holocaust-Opfern. Die Jugendlichen entwickelten für ihr Projekt ein eigenes Logo, das sie zum Abschluss der ersten Begegnung in Alsdorf präsentierten.

In Malmö und auf Kreta

Demnächst geht es weiter mit einer Woche Aufenthalt in Malmö, den Abschluss bildet eine Projektwoche auf Kreta, wo ein Jugendfestival den feierlichen Abschluss der Projektaktivitäten bilden soll. Auch Bürgermeister Alfred Sonders erkundigte sich nach den Erfahrungen der jungen Leute und war beeindruckt, wie tief sich die Spuren dieser Woche bei den Teilnehmern eingeprägt hatten.

„Für uns war das ein großer Schritt in Richtung Europa“, erklärte etwa Schüler Max Pandel, der sich freiwillig gemeldet hatte, um den Gästen am letzten Tag der gemeinsamen Woche in Alsdorf von seinen Eindrücken zu berichten. „Wir haben unseren Horizont in jeder Hinsicht erweitert.“

(ust)