Würselen: Frauen in Nepal sind Ärzte-Team dankbar

Würselen: Frauen in Nepal sind Ärzte-Team dankbar

Es waren 39 Operationen, die Professor Dr. Christian Karl, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Medizinischen Zentrum der Städteregion Aachen (MZ), im Sushma Koirala Memorial Hospital im nepalesischen Sankhu ehrenamtlich vorgenommen hat.

„Das waren Gebärmuttersenkungen, Blasensenkungen und Darmsenkungen, die wir zwischen einer dreiviertel Stunde bis zu zwei Stunden operiert haben“, erzählt Professor Karl.

Auf eigene Kosten

Gemeinsam mit seinem fünfköpfigen Team war er auf eigene Kosten zwei Wochen lang im armen Nepal, um Frauen zu helfen, die keine Krankenversicherung haben. „Das sind wirklich viele“, weiß der Gynäkologe längst. Und weil es keine regelmäßigen Untersuchungen gibt, treten leichte Blasen- und Scheidenentzündungen häufig auf und sind für die Frauen eine Qual.

„Wir hatten in unserem Koffer Medikamente, die uns das MZ gespendet hat, da blieb nicht viel Platz für Persönliches“, sagt Professor Karl. „Medikamente, Salben, Tamponagen und Narbenmaterial waren einfach viel wichtiger als Kleidung“, urteilt der Facharzt, der schon einmal in Sankhu war, um für Interplast-Germany zu operieren. Interplast-Germany, die eine Kooperation mit der Deutsch-Nepalischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe eingegangen sind, hat ein erdbebensicheres Krankenhaus mit zwei Operationssälen und 45 Betten gebaut.

Der nächste Einsatz

„Von den Betten haben wir die Hälfte mit operierten Frauen belegt.“ Die behandelten Frauen waren dankbar. Strahlende Gesichter waren für Professor Karl der Lohn. Er fliegt wieder hin mit seinem Team im nächsten Jahr.

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