Merzbrück: Formationsflüge bei Flugshow: Anwohner sind beunruhigt

Merzbrück: Formationsflüge bei Flugshow: Anwohner sind beunruhigt

Die Faszination ist in der Regel groß: Wenn sieben Flugzeuge gleichzeitig in Formation fliegen, dann ist das etwas besonderes. Gleichermaßen wächst angesichts solcher Eindrücke, die Besucher am Wochenende auf den Flughafen in Merzbrück beim Westflug-Festival erleben konnten, aber auch die Sorge, dass etwas passieren könnte.

Zum Glück war in diesem Fall die Sorge unbegründet. Dennoch gibt es Anwohner, die - Tage nach der Show - mit den Formationsflügen nicht einverstanden sind. Zu risikoreich finden sie die Formationen, als dass sie über dicht besiedelten Gebiet stattfinden sollten.

Letztendlich soll aber beim Flugfestival und auch am Samstag, an dem bereits ein Abnahmeflug stattgefunden hat, alles im gesetzlichen Rahmen gewesen, sagt Veranstalter Herbert Kampsmann.

Üben müssten die Piloten, damit sie die Bezugspunkte kennen und am Tag der Show alles glatt laufe. Dabei hielten sich die Piloten aber an die Regeln, was von der Bezirksregierung Düsseldorf, die die Genehmigung für das Festival erteilt hat, auch vor Ort kontrolliert worden sei.

Das bestätigt Rainer Guhl vom Luftfahrt-Dezernat der Bezirksregierung: „Meine Kollegen und ich waren vor Ort und haben alles begleitet.” Dabei gelte bei einer Flugshow grundsätzlich die Maxime: „Das Sicherheitsrisiko darf nicht zu hoch sein.”

Dennoch sei auch klar, dass die Flugzeuge bei einer Flugshow die Grenzen der Platzrunde überschreiten, was mit der Größe der Maschinen zu tun habe.

„Aber die Piloten dürfen außerhalb der Platzrunde nur geradeaus oder Kurven fliegen und das gilt auch nur für benannte Piloten und Maschinen”, erläutert Rainer Guhl. Waghalsige Kunststückchen seien daher ausgeschlossen.

Dass die Flugzeuge die Platzrunde verlassen, sei im Rahmen einer Flugshow also erlaubt. Ein Umstand, der den Anwohnern so aber nicht unbedingt bekannt gewesen ist.

Viele empfanden die tieffliegenden Maschinen vielmehr als echte Bedrohung, auch wenn auf Kunststücke verzichtet wurde. Schlimm sei dabei der Samstag gewesen, an dem der Abnahmeflug stattgefunden hat.