Alsdorf: Förderverein zieht Bilanz: Schon viel geschafft für das Energeticon

Alsdorf : Förderverein zieht Bilanz: Schon viel geschafft für das Energeticon

Gesagt — getan! Ideen haben, Finanzierung sichern und realisieren! Das ist das stetige Motto des Pro Energeticon-Fördervereins.

Bei der Jahreshauptversammlung konnte Vorsitzender Bürgermeister Alfred Sonders wieder einige Häkchen an Projekte machen, die der Verein sich für 2017 vorgenommen hatte: Der erste Bauabschnitt des Weges der Energie vom Franzschacht entlang des Annaparks bis zum Energeticon ist fertig gestellt, die Besucherplattform des Fördergerüstes Hauptschacht ist mit Objektbetrachtern und zwei vergleichenden Panoramabildern des Annageländes früher und heute ausgestattet und drei erläuternde Tafeln zu den dortigen Baudenkmälern sind am Annaplatz montiert.

Es ist immer wieder das Kreativteam um Rudolf Bast und Hans Vorpeil, das unterstützende Ausstattung für den Betrieb des Energeticon liefert. Im Jahr 2017 waren es insbesondere die genannten Maßnahmen, die die Exkursion Annapark/Hauptschacht des Energie-Erlebnis-Museums an der Konrad-Adenauer-Allee bereicherten. „Unsere Besucher erhalten mit historischen Bildern und den zugehörigen Texten ein sehr plastisches Bild vom ehemaligen Bergwerk Anna im Vergleich zum heutigen Quartier rund um den Annapark“, bedankt sich Geschäftsführer Harald Richter bei den Protagonisten.

Hilfe bei der Herausgabe neuer Werbematerialien und einer bebilderten Chronik über die Geschichte der Grube Anna II kann sich der Förderverein ebenfalls auf die Fahne schreiben. Und nicht zuletzt die sechs Schwarz/Weiß-Bilder mit Motiven der ehemaligen Annabetriebe von Stifter und Fotograf Hubert Schöke, die dem Panoramaraum des Energeticon nun mehr Atmosphäre verleihen, haben durch den Verein angemessene Rahmen erhalten.

Glocke soll in die Ausstellung

Auf Vorschlag von Rudolf Bast stimmte die Versammlung für 2018 wieder neuen Initiativen zu: Die Glocke, die 1930 während der gesamten Beerdigungszeremonie der Opfer des schrecklichen Bergbauunglücks von der damaligen Notkirche am heutigen Denkmalplatz geläutet hat, soll in die Ausstellung des Energeticon integriert werden.

Der Förderverein will ferner an geeigneter Stelle und in angemessener Form öffentlich an zwei Persönlichkeiten erinnern, die in besonderer Weise Bedeutung für die Annabetriebe hatten: Es ist dies Bergingenieur Wilhelm Sassenberg, dessen neuartiges Gefrierverfahren das Abteufen der Anna-Schächte technisch erst möglich machte, und es ist Assessor Günter Venn, der Bergwerksdirektor von Anna, der entgegen des Befehls der Nationalsozialisten zur Lähmung der Wasserhaltungspumpen Anna nicht „absaufen“ ließ und das Bergwerk damit unter Lebensgefahr rettete.

Die Versammlung verabschiedete einmütig den von Jörg Bosten vorgetragenen Jahresabschluss 2016 sowie Vereinfachungen an der Vereinssatzung. Sie wählte Heinz Drießen und Rudolf Bast zu Revisoren. Vorsitzender Sonders schenkte jedem Teilnehmer ein Exemplar des kürzlich vom Förderverein herausgegebenen Buches „25 Jahre nach dem Bergbau — Eine Stadt voller Energie entdeckt sich neu“. Das Buch ist im Shop des Energeticon und im örtlichen Buchhandel erhältlich.

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