Alsdorf: Förderprogramm: Alsdorfs Fassaden gewinnen durch Facelift

Alsdorf: Förderprogramm: Alsdorfs Fassaden gewinnen durch Facelift

Wer in der Alsdorfer Innenstadt ein Haus besitzt, dessen Fassade verschönerungsbedürftig ist, sollte sich jetzt beeilen. Denn die Fördermittel für das Fassaden- und Hofprogramm im Rahmen von „Soziale Stadt Alsdorf-Mitte“ stehen nur noch bis Ende dieses Jahres zur Verfügung.

Die Arbeiten müssen aber bereits vorher abgeschlossen und Rechnungen bis Ende September bei der Stadt Alsdorf eingereicht sein.

Vorher und nachher — Beispiele von der Alsdorfer Bahnhofstraße: Oben wurde nur die Fassadenfarbe einheitlich gestaltet, darunter wurden neben der neuen Farbgebung unter anderem auch die Markise und die Kachelfront entfernt. Insgesamt ergibt sich so ein harmonischeres Bild.

Ziel der Förderung durch das Land NRW ist es, vor allem ältere Gebäude optisch wieder in ihren historischen Zustand zu versetzen und insgesamt die Innenstadt ästhetisch aufzuwerten. Ein paar gelungene Beispiele gibt es bereits, etwa an der Bahnhofstraße: Dort wurde beispielsweise eine Fassade aus der Jahrhundertwende farblich einheitlich gestaltet (Kodi), an der Ecke schräg gegenüber (Schlemmereck) waren die Arbeiten umfangreicher:

An das Anna-Apotheke wurde die Plastikverkleidung entfernt und durch eine dezentere Optik ersetzt. Auch der neue Anstrich und die neuen Fenster haben das Gebäude aufgewertet. Foto: Stadt Alsdorf

Die schwarzen Kacheln und die rote Markise wurden entfernt, gestrichen und ein dezentes Vordach angebracht. Die Anna-Apotheke wurde von aufdringlicher Plastik-Werbeanlage befreit, Fenster wurden erneuert, die Klinker weiß gestrichen. Drei von derzeit zwölf abgeschlossenen Vorhaben.

An das Anna-Apotheke wurde die Plastikverkleidung entfernt und durch eine dezentere Optik ersetzt. Auch der neue Anstrich und die neuen Fenster haben das Gebäude aufgewertet. Foto: Stadt Alsdorf

Anträge wurden seit dem Startschuss vor drei Jahren für 36 Fassaden eingereicht, 14 wurden genehmigt, rund 50.000 Euro ausgeschüttet. Im Topf sind noch rund 140.000 Euro. Ein Grund für die „leider nicht so große Beteiligung“, wie Sebastian Wiese von der Bauleitplanung sagt, sei, dass manche Hauseigentümer weiter entfernt wohnen und ihnen — gelinde gesagt — das Aussehen der Fassaden gleichgültig ist. Ein anderer Grund sei, dass es sich nur um einen Zuschuss handelt: „Die maximale Förderung beträgt 30 Euro pro Quadratmeter umgestalteter Fläche“, so Wiese weiter.

Wer Interesse an der Förderung hat, kann sich bei ihm (Telefon 02404/50581) und seiner Kollegin von der Bauleitplanung, Renate Schaal (Telefon 02404/50345), informieren: im Alsdorfer Rathaus, 6. Etage, Räume 603 und 604.

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