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Alsdorf: Filmprominenz genoss die Party im Tower

Alsdorf : Filmprominenz genoss die Party im Tower

Frank Zander machte keinen Hehl aus seiner Motivation. Den Sänger mit der rauchigen Stimme („Hier kommt Kurt”) lockte nicht die Aussicht auf einen der zahlreichen Euregio-Filmpreise nach Alsdorf. Der humoristische Barde hatte anderes im Sinn. „Man hat mir gesagt, dass hier eine tolle After-Show-Party gefeiert wird.”

In dieser Einschätzung wurden er und die gut 500 übrigen Gäste des Filmballs nicht enttäuscht. Nachdem im großen Kinosaal die letzte der kunstvoll-gläsernen Auszeichnungen in sechs Kategorien vergeben worden war, wurde es rund um den Wasserturm richtig voll.

Und die Prominenz ließ sich nicht lange bitten, wie es auch Moderator Robert Esser angeboten hatte. Frei von Starallüren und ohne Berührungsängste mischten sich Preisträger Gottfried John („Bester Schauspieler aus der Euregio”), Sänger Limahl (Ex-„Kajagoogoo”), Comedienne Annette Frier und etliche Darsteller der ARD-Serie „Verbotene Liebe” unters Publikum. Eine gute Gelegenheit für Autogrammjäger, um eine Signatur von Promi-Hand zu bitten oder für einen Schnappschuss neben dem Idol zu posieren.

Ordentlich mehr Glamour

In puncto Glamour hatte der Filmpreis im Vergleich zur Erstauflage im vergangenen Jahr ordentlich zugelegt. Nicht nur, was die üppige Inszenierung der Preisverleihung betraf. Auch die Liste der Ehrengäste war ein gutes Stück länger. Und die flanierten trotz Regens ausgiebig über den von Fackeln gesäumten roten Teppich vor dem Cinetower, der sich als Veranstaltungsort bestens empfahl.

Klausjürgen Wussow stand auch im Mittelpunkt des Interesses. Er wurde für die „Schwarzwaldklinik” mit einem Ehrenpreis für die „Beste Fernsehserie aller Zeiten„” bedacht und bedankte sich mit von Rührung belegter Stimme beim Publikum: „Für euch spiele ich!”

Spontane Würdigung

Die Gebrüder Leo und Willi Stürtz, Betreiber des Cinetowers, kamen zu unverhofften Ehren. Mit einem Gang auf die Bühne hatten sie nicht gerechnet, doch kamen sie den Aufforderungen von Geschäftsführer Stefan Hanrath und Andreas Mehlhorn, Filmpreis-Mitbegründer und Laudatoren, gerne nach. Die ganze Familie Stürtz nahm reichlich Applaus entgegen für ihre unvergleichliche Art, „Kino mit Herz” zu machen, so wie es mancher Ehrengast zum Ausdruck brachte.

Das spiegelte sich auch in der Filmpreis-Zeremonie wider. Eine herzliche Veranstaltung. Und eine, die so rasch kein Ende fand. Lange wurde im Foyer, „Plüsch” und Orange Club gefeiert.