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Würselen: Feuer im Chemieraum löst Großeinsatz aus

Würselen : Feuer im Chemieraum löst Großeinsatz aus

Gemeinsam rückten die drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr mit Unterstützung der Hauptwache zu einem Großeinsatz an der Realschule aus.

Dabei kamen 65 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen zum Einsatz. Bei der Jahresabschlussübung stellte der Nachwuchs der Wehr die Verletzten dar. Von der hohen Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Feuerwehrleute machte sich Bürgermeister Werner Breuer, der Chef der Würselener Feuerwehr, vor Ort ein Bild.

Beim folgenden Imbiss in der Hauptwache fand er lobende Worte für das ehrenamtliche Engagement, das von den Aktiven der Feuerwehr ein ganzes langes Jahr lang geleistet worden sei. Er ermunterte sie, in ihrem Dienst für das Wohl der Allgemeinheit nicht zu erlahmen.

Zu den interessierten Besuchern zählte auch der kürzlich vorzeitig in den Ruhestand versetzte Stadtbrandmeister Walter Pütz. In seine Fußstapfen tritt in Kürze Brandinspektor Horst Gärtner, der gemeinsam mit Stadtbrandinspektor Ralf Jüsgens den Großeinsatz leitete.

Sie konnten dabei auf die Unterstützung der Führer der drei Löschzüge zurückgreifen. Wie der Bürgermeister verlauten ließ, sei die Anhörung bereits erfolgt. Kreisbrandmeister Edwin Michel habe Horst Gärtner vorgeschlagen. Das letzte Wort hat der Rat - was als Formsache gilt.

Zur Übungslage: Aus ungeklärter Ursache war im Chemieraum im ersten Obergeschoss des neu errichteten Teils des Realschul-Gebäudes ein Feuer ausgebrochen. Es breitete sich mit dem Brandrauch unkontrolliert im gesamten Gebäudetrakt aus. Darin befanden sich noch rund 20 Schüler.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte machten einige im ersten Obergeschoss durch Hilferufe an den Fenstern auf sich aufmerksam. Ihnen war durch starken Rauch der Fluchtweg versperrt.

Zunächst übernahm der Löschzug Würselen-Mitte, unterstützt durch hauptamtliche Kräfte, die Menschenrettung über tragbare Leitern. Gleichzeitig wurde von ihm im Innenangriff die Brandbekämpfung vorgenommen. Von der Hofeinfahrt (Grillhütte) aus führte der Löschzug Broichweiden die Menschenrettung durch. Außerdem verlegten seine Wehrleute eine Wasserversorgung von der Straße aus.

Die Brandbekämpfung erfolgte in dem Bereich auch im Innenangriff. Der Löschzug Bardenberg unterstützte die Kräfte der beiden anderen Züge im Innenangriff. Zugleich leitete er die Brandbekämpfung von außen ein. Dabei setzte die Hauptwache auch ihre Drehleiter mit Wenderohr ein.

Während der Großübung wurde über Funk der Unfall von einem eingesetzten Feuerwehrmann gemeldet. Er musste ebenfalls möglichst schnell in Sicherheit gebracht und versorgt werden. Eine zusätzliche Übungsvariante, die von den beiden Inspektoren eingebaut worden war.

Die 16 verletzten Schulkinder - die restlichen sechs waren unverletzt - wurden nach ihrer Rettung an die Hilfskräfte des DRK übergeben, das mit zwei Rettungstransportfahrzeugen angerückt war. Es übernahm die fachmännische Erstversorgung der „Verletzten” und transportierte sie in die umliegenden Krankenhäuser.

Weiter gefördert wurde dabei die Zusammenarbeit von allen drei ehrenamtlichen Löschzügen und der hauptamtlichen Kräfte mit dem DRK, was ein Ziel dieser Übung war. Geprüft werden sollte aber auch, wie weit das auf verschiedenen Funkkanälen basierende Funkkonzept optimiert werden konnte.

Einsatzleiter Ralf Jüsgens stellte noch während der Übung fest, dass die Wehr auch diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen ist. Nicht zuletzt erkundeten die Einsatzkräfte den neu errichteten Gebäudetrakt der Realschule, um auch in dem Punkt für den Ernstfall gerüstet zu sein.