Herzogenrath: Feine Kultur im Ambiente von Burg Rode

Herzogenrath: Feine Kultur im Ambiente von Burg Rode

Vielfach ist an den Verein Burg Rode Herzogenrath der Wunsch herangetragen worden, das Kulturprogramm von einer Halbjahresplanung wieder auf eine Jahresplanung umzustellen. Diesem Wunsch ist das Kuratorium sehr gerne nachgekommen und präsentiert nun das abwechslungsreiche Programm für 2015.

Das Jahr fing mit dem fulminanten Neujahrskonzert schon sehr gut an — und neben den bekannten „Klassikern“ wartet der Verein mit Programmänderungen und neuen Programmpunkten auf.

Am Samstag und Sonntag, 7. und 8. März, gastiert mit Lisa Wildmann eine renommierte Schauspielerin mit ihrer Solointerpretation des Nobelpreis-Romans „Die Waffen nieder“ von Berta von Suttner, inszeniert von Nikolaus Büchel, in der Burg. Die Verpflichtung gelang den Machern anlässlich des 100. Todesjahres Berta von Suttners in 2014 leider nicht, doch nun kommt zeitversetzt diese Inszenierung an zwei Abenden in die Burg. Am Samstag beginnt das Programm um 19.30 Uhr, am Sonntag bereits um 17.30 Uhr.

Salonorchester Da Capo

Am Samstag, 25. April, folgt die „WeinNacht“. Das ist kein Aprilscherz sondern ein Abend ganz im Zeichen der großen Weine der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr. Unter fachkundiger Beratung der Winzer dürfen alle Weine probiert werden, ein großes Vesperbuffet und ein Vortrag von Catharina Scholtens über die historischen Verbindungen zwischen Rolduc und Mayschoß runden die „WeinNacht“ ab, die um 17 Uhr beginnt. Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Am Freitag, 1. Mai, ist Ernest Frissen um 15.30 Uhr zusammen mit dem Salonorchester Da Capo wieder zum Kaffeehauskonzert in der Burg und am Sonntag, 7. Juni, steigt das 34. Burgfest. Am Sonntag, 14. Juni, wird ein Klavierrecital mit Ivana Damjanov die Klassikfans in die Burg locken.

Die serbische Nachwuchspianistin spielt Werke von Bach, Beethoven, Chopin und Schostakowitsch. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem „Minerva-Projekt“ des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath und dem Gymnasium in Zrenjanin/Serbien.

Am 08. September berichtet Dr. Franz Richter aus dem Untergrund. Er wird dabei keine Verbrechensstatistiken präsentieren: Der pensionierte Mitarbeiter des Geologischen Dienstes NRW referiert über die Geologie Herzogenraths und bringt Besuchern den Boden näher, auf dem sie stehen und leben. Am Sonntag, 13. September, öffnet Burg Rode ihre Tore und bietet Burgführungen vom Keller bis hinauf auf den Turm an.

Zeitgleich sind auch das Kloster Rolduc und die Baalsbrugger Mühle geöffnet, so dass an diesem Nachmittag das historische Dreieck Eurodes komplett besichtigt werden kann. Am Samstag, 19. September, bringt das keltische Musikduo „Needle and Sword“ irische und schottische Musik in die schöne Burg

Am Samstag, 3. Oktober, präsentiert Burg Rode die Ausstellung „Der Weg zur deutschen Einheit“, eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung des SED-Diktatur und des Auswärtigen Amtes. Bei der 9. Kulturnacht „Zeitenwende“ am 24. Oktober gastiert zum Auftakt der renommierte Kabarettist Gunnar Schade in der Burg, der mit seinem Programm „Das ist der Mindest-Hohn“ das Leben in Deutschland humorvoll und tiefsinnig aufs Korn nimmt.

In der zweiten Novemberwoche stellt die Burg Rode ihre Räume nun schon zum 33. Mal für die Ausstellung „Künstler für Malabon“ zur Verfügung, in deren Rahmen der Bulgare Zwetan Dinekov-Zezo seine Bilder präsentiert.

Burgweihnacht

Vom 11. bis 13. Dezember taucht die Burgweihnacht die Burg wieder in ein festliches Licht und lädt die Besucher zum Verweilen in der Burg und im oberen Burghof ein. Am 21. Dezember gastiert das Vokal-Ensemble „Opella Nova“ erstmals mit seinem Adventsprogramm in der Burg.

Das Ensemble wurde von Absolventen der Folkwang Universität der Künste Essen, der Kirchenmusikhochschule Herford sowie des Instituts für Musik der Universität Dortmund gegründet und besteht in der aktuellen Besetzung seit 2011.

Den Abschluss des Programms bildet das traditionelle Turmblasen am Silvesterabend. Was in den Anfängen als Geheimtipp galt, hat sich dann schnell zum beliebten Treffpunkt vieler Herzogenrather und Bewohnern der Region etabliert.