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Falschparker behindern die Feuerwehr in Würselen

„Versperrt!“ : Falschparker behindern die Feuerwehr

„Freie Fahrt für die Feuerwehr", dieser Slogan sollte eigentlich selbstverständlich sein. Dennoch kommt es leider immer wieder auch im Würselener Stadtgebiet vor, dass durch gedankenloses Parken die Durchfahrt für Einsatzfahrzeuge behindert wird.

Dadurch geht wertvolle Zeit für die Rettung von Menschenleben verloren.

Um auf das Problem aufmerksam zu machen, werden auf den Löschfahrzeugen ab sofort Flyer mitgeführt. „Versperrt!“ steht dort für jedermann gut sichtbar und dem freundlichen Hinweis auf das ordnungswidrig abgestellte Fahrzeug. Die unter den Scheibenwischern des „Parksünders“ geklemmten Hinweiszettel sollen die Autofahrer zum Nachdenken anregen, appelliert der Leiter der Feuerwehr, Patrick Ameri, und betont: „Bewusst geht es uns nicht um ein Anschwärzen oder eine Weiterleitung an die Außendienstler des Ordnungsamtes.“

Grundsätzlich muss innerorts eine Durchfahrtsbreite von mindestens drei Metern gewährleistet sein, wenn das Auto am Straßenrand abgestellt wird. Soviel Platz muss also mindestens gelassen werden, in Kurven kann gegebenenfalls noch mehr nötig sein. Halten oder Parken in Feuerwehrzufahrten oder Feuerwehrbewegungszonen ist grundsätzlich verboten.

Wenn bei einem Notfall die Zufahrtswege durch Autos versperrt sind, versuchen die Feuerwehrkräfte zunächst die Hindernisse zu umfahren. Hierbei geht jedoch wertvolle Zeit zur Rettung von Mensch und Tier oder zum Schutz von Sachwerten verloren. Wenn das Umfahren des Hindernisses nicht möglich ist, wird versucht, das Auto möglichst ohne Beschädigung wegzuschieben oder die Einsatzstelle auf einem anderen Weg zu erreichen. Der Ruf nach dem Abschleppwagen ist dabei nur das letzte Mittel.

Doch soweit soll es nach Meinung von Patrick Ameri nicht kommen: „Mit unserer Aktion wollen wir zur Umsicht beim Parken im öffentlichen Raum werben.“