Alsdorf: Fakten und Anekdoten rund um den Radsport in Alsdorf geliefert

Alsdorf: Fakten und Anekdoten rund um den Radsport in Alsdorf geliefert

Zu einem Einblick in ein Stück Alsdorfer Sportgeschichte begrüßte Franz-Josef Müller, Vorsitzender im Alsdorfer Geschichtsverein, die Gäste im Kaminzimmer der historischen Wasserburg. „Ein durchaus spannendes Thema — der Radsportverein, der fast ein ganzes Jahrhundert abdeckt“, führte er aus.

Dokumente präsentiert

Als Vortragenden hatte der Geschichtsverein Willi Schmitz gewinnen können, der dem Radsportverein viele Jahre als Vorsitzender beziehungsweise kommissarischer Vorsitzender führte. Anhand von Fotos, Vereinsprotokollen und Presseartikel präsentierte er die lange und wechselvolle Geschichte des Vereins von 1905 bis 2007. Natürlich ging er auch auf Personen wie die Gebrüder Krieger ein, die eng mit dem Verein und Sport verbunden waren und zum Erfolg beitrugen.

Mit Goldmark bezahlt

Voller Stolz wurde die von Freiherrn von Blankart am 15. Juni 1924 bei einem Radrennen gestiftete Fahne präsentiert, die die Kriegswirren überstanden hat.

Das Radrennen fand auf der 1923/24 entstandenen, damals hochmodernen Zement-Radrennbahn am Weiher (heute Gelände der Berufsschule Heidweg) statt. Zuvor waren dort zwei Sandgruben abgebaut worden. Während des Baues sei durch die Inflation die Rentenmark abgelöst worden und das teure Objekt musste in Goldmark bezahlt werden. Sechs große Rennen seien dort mit Verlusten gestartet worden.

Als der anfängliche Glanz der Radrennbahn verblasste, habe jährlich nur noch ein erwähnenswertes Ereignis in dem großen Rund stattgefunden und zwar der jährliche Kellersberger Martinszug. Seit 1925 sei die Bahn verfallen, im Zweiten Weltkrieg habe sie als Gefangenenlager gedient, ehe sie dann mit Müll zugeschüttet worden sei.

(dag)