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Nordkreis: Explosion der Natur lässt die Nase laufen

Nordkreis : Explosion der Natur lässt die Nase laufen

Wenn es regnet, dann ist die Pollenbelastung für Allergiker geringer. Sagen Experten, und die Betroffenen haben es längst gemerkt. Aber in diesem Jahr ist alles etwas anders.

„Obwohl die Sonne weg und der Regen da war, ist meine Nase gelaufen und ich hatte Atemnot, ebenso schlimm wie sonst”, klagt Margot Born, die sich von den Mitarbeiterinnen des „Allergie-Mobils” des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) bei dessen Stopp in Merkstein eine Art Wunderwaffe gegen ihren Heuschnupfen wünscht.

Niesen und Naselaufen zur Pollenflugzeit haben bei ihr erst vor sechs Jahren begonnen. „Damals war ich 45 Jahre alt”, sagt die Kohlscheiderin, die nach Merkstein gekommen ist, um mit den Experten des DAAB in der mobilen Beratungsstelle - bereits zum vierten Mal vor Ort in der Kirchrather Straße - zu reden.

Momentan ist es eine schwierige Zeit für Menschen, die Heuschnupfen haben. „Zum einen war der Winter lang und kalt. Nun explodiert die Natur sozusagen, und während der ersten Sonnenstrahlen fliegen enorm viele Pollen”, sagt „Allergie-Mobil”-Mitarbeiterin Sabine Schnadt. Zum anderen hat die Birke, ein Frühblüher, einen Zwei-Jahres-Rhythmus, um Pollen zu entwickeln. „Vergangenes Jahr hat die Birke ausgesetzt, weshalb dieses Jahr für Allergiker viel schlimmer ist.”