EVS erläutert Einsatz auf Bahntrasse Siersdorf – Alsdorf-Mariagrube

Leser stellt kritische Fragen : Spritzaktion gegen Unkraut auf Bahntrasse genehmigt

Nur einen Tag nach Veröffentlichung unseres Beitrags über den Zustand der alten Bahntrasse zwischen Siersdorf und Alsdorf-Mariagrube, meldete ein aufmerksamer Leser der Lokalredaktion diese Beobachtung: „Es ist wirklich wahr dass der Schein trügt, denn an dem Schienennetz für die Euregiobahn in Richtung Siersdorf wird intensiv gearbeitet.“

Zumindest kurzfristig nach dem Artikel in der Tageszeitung sei bereits gegen 9 Uhr ein Spezialfahrzeug mit einem großen Tank und einer Sprühvorrichtung über die mittlerweile wieder fast grüne Bahntrasse gefahren und habe dafür gesorgt, dass diese bald wieder frei befahrbar wird.

„Pflegerische Begleitmaßnahme“

„Ein Schelm, der darüber nachdenkt, welches Unkrautvernichtungsmittel in dem Tank wohl enthalten war. Sicher ist, dass davon wohl keine Gefahr für Menschen und Tiere, die sich am oder in der Nähe des Bahndamms bewegen, ausgeht. Auch nicht, wenn es Glyphosat wäre“, so die spitze Bemerkung des Beobachters. „Es war ja auch dringend notwendig, der Zug kommt ja bald.“

Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte Thomas Fürpeil, Geschäftsführer der EVS Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (Stolberg), der Einsatz des „Zwei-Wege-Fahrzeugs“ (kann auf der Straße und der Schiene fahren, d. Red.), „der Vorgang“, also die Spritzaktion, sei ohnehin geplant gewesen.

Zum Einsatz seitens des von der EVS GmbH beauftragten Unternehmens gekommen sei ein „zugelassenes Mittel im Rahmen der pflegerischen Begleitmaßnahmen“, was im übrigen von der hierfür zuständige Landwirtschaftskammer Münster geprüft und genehmigt worden sei. Die alte Bahntrasse soll bis 2021/22 wieder reaktiviert werden und später entlang der L 50 und der L 50n nach Baesweiler verlängert werden.

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