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Herzogenrath: Euregionaler Nahverkehr wird immer besser

Herzogenrath : Euregionaler Nahverkehr wird immer besser

Die Zeichen stehen günstig für eine umfangreiche Verbesserung des Schienenverkehrs in der Euregio. Das verdeutlichte AVV-Geschäftsführer Hans-Joachim Sistenich dem Herzogenrather Bau- und Verkehrsausschuss.

Sistenich präsentierte die Zielsetzung für das Jahr 2015: „Das Thema eines grenzüberschreitenden Verkehrsverbunds Maas-Rur liegt dem AVV seit langem am Herzen. Es soll ein Verbindungsnetz ohne Barrieren mit einem durchlässigen Tarifsystem werden.”

Die Provinz Limburg hat die Verantwortung für das Bus- und Bahnnetz dem Unternehmen Veolia übertragen, allerdings nur unter der Bedingung, dass die grenzüberschreitenden Pläne mitgetragen werden. Dazu zählen insbesondere der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Trasse zwischen Herzogenrath und Heerlen. „Wenn diese Maßnahmen umgesetzt worden sind, soll es eine Intercity-Verbindung zwischen Aachen und Eindhoven/Amsterdam mit Halten in Herzogenrath und Heerlen geben”, sagte Sistenich.

Weiterhin sieht die langfristige Planung vor, den Bahnhof Kerkrade aus seinem Sackgassen-Dasein zu befreien, indem die alte Strecke nach Aachen über Vetschau reaktiviert wird. Dies bietet die Möglichkeit, das Gewerbegebiet Avantis und den Ortsteil Richterich mit eigenen Haltepunkten zu versehen. Außerdem könnte so eine Euregiobahn-Verbindung von Aachen über Kerkrade nach Maastricht verwirklicht werden.

Der Ausschuss begrüßte die Planungen mit aller Deutlichkeit. CDU-Fraktionsvorsitzender Reimund Billmann: „Sicherlich sollten wir Prioritäten setzen; dem Streckenausbau für eine IC-Verbindung ist Vorrang einzurichten, und diese darf nicht an Herzogenrath vorbei führen. Das heißt aber keinesfalls, dass die anderen Ideen zu den Akten gelegt werden können.”