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Baesweiler: Essgewohnheiten unter der Lupe

Baesweiler : Essgewohnheiten unter der Lupe

Im November vorigen Jahres starteten Gesine Husmeier, Andrea Budnick und Gabriele Gollnick ihre einjährige Deutschlandreise.

Die Ernährungswissenschaftlerin, die Sozialwissenschaftlerin und die Ärztin bilden eines von acht Teams, die bundesweit im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft die Essgewohnheiten der Deutschen erforschen.

Seit Montag sind sie in Baesweiler und hoffen, dass sich bis Mittwoch möglichst viele der vorab zufällig ausgewählten 110 Frauen und Männer im Alter zwischen 14 und 80 Jahren von ihnen auf den Zahn fühlen lassen. „40 Auskunftswillige brauchen wir mindestens”, sagt Husmeier. Denn die acht Interview-Teams sollen bis Ende November in rund 500 Städten etwa 20.000 Menschen befragt haben, macht 40 pro Station.

Schließlich soll die zweite „Nationale Verzehrsstudie” ein repräsentatives Bild darüber liefern, was die Menschen in Deutschland essen und wann sie essen, wie gut sie ernährt sind und ob es regionale Unterschiede gibt. „Ziel ist es, herauszufinden, ob und welche ernährungspolitischen Maßnahmen eingeleitet werden sollten”, erklärt Husmeier. „Und dazu braucht man Fakten.” In der ersten Studie - die ist schon 20 Jahre alt - habe man beispielsweise festgestellt, dass viele Bürger zu wenig Jod zu sich nehmen. „Seitdem wird Salz mit Jod angereichert”, sagt Rudnick.