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Alsdorf: Ertrag für Stadt „wird sichtbar”

Alsdorf : Ertrag für Stadt „wird sichtbar”

Die Stadt der Technologie. Die Stadt der Kultur. Das sind Beschreibungen, mit denen sich Alsdorf in Zukunft gerne schmücken würde. Das hochgeschwungene „A”, das intensiv an ein Fördergerüst erinnert und auf zahllosen Briefköpfen und Emblemen prangt, hat ausgedient.

Nicht, dass man sich der Vergangenheit verweigere. Bergbaumuseum und „Energeticon”-Pläne haben schon ihren festen Platz in der kommunalen Gemeinschaft. Aber die soll besser nicht mehr als „frühere Bergbaustadt” geführt werden. Kultur - Technologie, das signalisiert den Aufbruch, den Alsdorf immer noch braucht.

Zäher Prozess

Dies ist ein zäher Prozess, hat Professor Gerhard Curdes erfahren. Der emeritierte Stadtplaner hatte im September 2001 ein Mandat übernommen, den Stadtmarketingprozess in Alsdorf zu forcieren, Diskussionsforen zu bilden, Handlungsrahmen zu schaffen.

Mehr als zwei Jahre hat er seinen Auftrag erfüllt. Was dabei an Erfahrungen gewonnen wurde, will er am 21. Januar um 18 Uhr im Rathaussaal der Öffentlichkeit präsentieren. Die Schlagzeile: „Alsdorf erfindet sich neu!”

Umfangreiches Werk

Hineingeschaut in das sehr umfangreiche Werk des Professors sowie seiner Mitarbeiter, den Diplom-Ingenieuren Rolf Westerheide und Uli Wildschütz, hat schon Bürgermeister Wolfgang Schwake. „Die Leitbilder, Analysen und vieles mehr lassen Umsetzungen für die Zukunft zu”, bewertet der Verwaltungschef. Ein Handlungsrahmen sei vorhanden.

Aber: „Finanzierung, Personal und Zeit müssen sich finden”, weiß Wolfgang Schwake um die wichtigsten und zugleich knappen Ressourcen. Der Ruf nach Sponsoren wird also nicht verstummen. Der steten Hilfe von Dr. Klaus Göggler, Geschäftsführer des pharmazeutischen Betriebs Trommsdorff, erinnert man sich in der Arbeitsgemeinschaft Stadtmarketing gerne.

Daten sammeln

Marketing sei eben kein „einmaliges Volksfest”, wie es Rolf Westerheide formulierte. Allein die Prüfungen des fließenden Verkehrs, Ampelphasen und Stauverhalten, hätten Unternehmen bis hin zu Lösungsvorschlägen mobilisiert. Folglich werde die Verkehrsgruppe weiter existieren, mehr Daten sammeln, um später zu einem vernünftigen System der Verkehrsleitung - auch über Schilder - beitragen zu können.

Auf einem „genau richtigen Weg” sei die Stadt Alsdorf schon, würdigte Uli Wildschütz: Anna Park Center und der Park selbst. Das reize zur Flaniermeile von der zukünftigen Bus-/Bahnstation vorbei an der Stadthalle hinauf bis zum Cinetower. Aber: „Zwischen Bankenplatz und Rathaus gibt es Löcher, die weg müssen. Das ist absolute Hinterhofatmosphäre”, so Uli Wildschütz. Vorschlag: kleine Plätze in Verbindung mit einer leitenden Lichtkonzeption.

Basis für Verein

Bürgermeister Wolfgang Schwake weiß, dass der Stadtrat das Stadtmarketing nicht ersetzen kann. Andererseits gehe es nicht ohne Ratsbeschlüsse. Eine „Praxis formaler Bestätigung” wäre ihm sympathisch. Und eine weitere Basis müsse geschaffen werden, folgert Prof. Gerhard Curdes. Die eines Fördervereins, der die Ideen mit Leben fülle, so der Wunsch des Wissenschaftlers. „Der Ertrag wird sichtbar.”