Baesweiler: Eröffnung: In „Brauerei“ wird schon bald wieder Bier gezapft

Baesweiler: Eröffnung: In „Brauerei“ wird schon bald wieder Bier gezapft

Beim „Schörjerrennen“ war das Thema Stadtgespräch. Das „Alte Brauhaus“ — volksmündlich auch „Brauerei“ genannt — öffnet wieder. Entgegen des Trends, dass immer mehr Kneipen sterben, haben sich zwei Fachleute entschlossen, der 2015 geschlossenen Kultkneipe neues Leben einzuhauchen.

Im Juni 2015 herrschte großes Bedauern in Baesweiler, als die damalige Wirtin Elke Jakoby ihren Entschluss bekannt gab, die gemütliche Gastwirtschaft aufzugeben. Sie begründete ihren Schritt seinerzeit mit nicht mehr zu tragenden Kosten.

Am 30. April, nach fast zweijährigem Stillstand, wird die „Brauerei“ die Zapfhähne wieder auf Durchfluss schalten. Dafür zeichnen Wilko Vankan und seine Lebensgefährtin Beata Konca — sie wohnt in Loverich — verantwortlich. Ihren Lebenstraum, ein eigenes kleines Restaurant zu führen, hatten die beiden schon lange.

Wilko Vankan erklärt gegenüber unserer Zeitung: „Wir sind der Gastronomie schon seit Jahrzehnten eng verbunden“. In Polen hat seine Lebensgefährtin in der Fünf-Sterne-Gastronomie gearbeitet und leitet jetzt einen Betrieb der Hauswirtschaft und ist auch noch in der Cafeteria einer Seniorenresidenz tätig.

Wilko Vankan ist professioneller Eventmanager, studierte an der RWTH in Aachen und ist gebürtig aus Heerlen. Er war in verschiedenen größeren Unternehmen beratend tätig. Die beiden Fachleute suchten schon länger nach einem passenden Objekt, bis sie sich die „Brauerei“ ansahen und sich spontan in die urige Kneipe verliebten.

Wilko Vankan: „Die Lage ist sehr schön, und das Haus hat sehr viele traditionsreiche Elemente zu bieten“. Alte Bilder, Holzfässchen, die Utensilien für das Bierbrauen, die man entdeckt hat: All das wollen die neuen Pächter in ihrem Brauhaus integrieren. Seit Wochen werden Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten erledigt.

Aber auch konzeptionell wird es Änderungen geben. Konca und Vankan haben einen Koch eingestellt. Beata Konca, übrigens Mutter von Miss Germany 2014, Vivien Konca, zählt außerdem auf. Wilko Vankan, Musiker, beabsichtigt, „gelegentlich den einen oder anderen Musiker einzuladen, die für die musikalische Begleitung sorgen sollen“. Das alles steht unter dem Titel, „wir möchten Baesweiler und seinen Bewohnern ein Stück Geschichte zurückbringen“.

In einem neuen Gewand, aber genau so gemütlich, wie es immer war. Innen und außen. In der Mainacht werden erste Ergebnisse erkennbar sein. Möglicherweise kredenzt dann eine echte Miss Germany die ersten Bierchen.

(mas)
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