Herzogenrath: Erfolgsautorin Undine Zimmer im Klösterchen

Herzogenrath: Erfolgsautorin Undine Zimmer im Klösterchen

Unter dem Motto „Perspektiven geben: Arbeit stärkt, erfüllt und vernetzt“ wird am 8. Mai die nächste kirchliche Solidaritätsaktion gestartet. Um den vor allem „großen Skandal der Langzeiterwerbsarbeitslosigkeit“ zu thematisieren, gibt es einen besonderen Gast.

Die Verantwortlichen des Bistums Aachen, des Koordinierungskreises der kirchlichen Arbeitsloseninitiativen, des Katholikenrates der Region Aachen und des Herzogenrather Soziokulturellen Zentrums Klösterchen haben in Kooperation mit der Buchhandlung Katterbach die Schriftstellerin Undine Zimmer zu einer Lesung ins Kulturhaus an der Dahlemer Straße 28 eingeladen: am Donnerstag, 28. April um 19.30 Uhr.

„Nicht von schlechten Eltern — meine Hartz-IV-Familie“ heißt ihr Buch, aus dem sie liest und das auf ihren eigenen Erfahrungen einer Kindheit am Rande der Gesellschaft fußt.

Der Einladung des Koordinationskreises kirchlicher Arbeitsloseninitiativen zu der Lesereise im Raum Aachen ist die Autorin, die sich selbst provokativ als „Unterschichtenkind“ bezeichnet, gerne gefolgt: „Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, Arbeitslosigkeit ist da ein großer Makel“, sagt sie und betont: „Dennoch leisten auch arbeitslose Menschen jeden Tag vieles, das von der Mitte der Gesellschaft nicht wertgeschätzt wird.“ Es sei daher wichtig, dass diese Leistungen gesehen und auch arbeitslose Menschen respektiert werden. Dass auch ihnen die Möglichkeit gegeben werde, neue Wege im privaten und beruflichen Leben zu beschreiten. Zimmer: „Das kostet viel Kraft. Oftmals brauchen diese Menschen dafür auch andere Menschen, die sie ermutigen, begleiten und sie praktisch dabei unterstützen, Chancen zu erkennen und für sich zu nutzen.“

Bei der Lesung im Klösterchen wird kein Eintritt erhoben. Und mögliche Spenden werden für die Arbeitslosenarbeit vor Ort genutzt, kündigen die Veranstalter an.