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Würselen: Er prägte die Bundesknappschaft mit

Würselen : Er prägte die Bundesknappschaft mit

Gut 29 Jahre hat er das Bild der Bundesknappschaft westlich des Rheins mitgeprägt: Jetzt wurde mit einem Festakt der Leiter der Verwaltungsstelle Bergheim, Hubert Rothe, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Im Barbarasaal des Krankenhauses in Bardenberg hatten sich dazu die gesamte Führungsmannschaft der Bundesknappschaft sowie zahlreiche Weggefährten des Verwaltungsfachmannes versammelt. Begrüßt wurden sie vom Ersten Direktor der Versicherung, Dr. Georg Greve. Die Laudatio auf den „Neurentner” hielt der Vorsitzende des Personalausschusses der Bundesknappschaft Willi Fabek.

Aufopferungsvoll

Während Greve die aufopferungsvolle Arbeit von Hubert Rothe vor allem in den Jahren der Umstrukturierung der Knappschaft vom Auslaufmodell mit dem Niedergang der Steinkohle bis hin zum Vorzeige-Objekt in der Gesundheitsversorgung skizzierte, dokumentierte Fabek die Arbeit eines Verwaltungsleiters in Aachen, Köln und Bergheim.

So wurde der studierte Jurist Rothe bereits mit 37 Jahren zum Verwaltungsstellenleiter in Aachen bestellt und damit zu einem der Jüngsten, die der Vorstand je in eine solche Funktion berufen hat. Nach den Zusammenlegungen leitete er die Dienststelle in Köln, später die neue Regionalstelle in Bergheim. Mit all seiner Erfahrung in der Sozialversicherung hat er Anfang der 90er Jahre wertvolle Aufbauarbeit in Espenhain und Hoyerswerda geleistet und die knappschaftlichen Dienststellen in den neuen Bundesländern zum Leben erweckt.

Eine zupackende, aber auch eine faire Art bescheinigte man dem Scheidenden von allen Seiten. „Wir haben Ihre Loyalität, Ihren Realitätssinn und Ihr Gespür für soziale Fragen schätzen gelernt”, unterstrich Willi Fabek.

Der Geehrte bedankte sich nicht nur bei den vielen Gästen, sondern auch bei seiner Frau Ursula, die ihm in den vielen Jahren immer den Rücken gestärkt habe: „Ich bin sehr gerührt, habe schon immer gedacht, dass ich ganz gut bin, aber dass ich so gut bin?”

Aber er wollte das ganze Lob nicht für sich alleine einheimsen. Ein Chef könne immer nur so gut sein wie das Team in seinem Rücken, versicherte Rothe, der sich sichtlich stolz auf seine Mannschaft zeigte. Jetzt will sich der 61-Jährige verstärkt um seine Familie kümmern, will mehr reisen und seinem Garten einen größeren Stellenwert einräumen.

Keine Langeweile

Dass sicherlich keine Langeweile im Leben von Hubert Rothe aufkommen wird, dafür sorgt ein weiteres Steckenpferd: Er will sich, gerade mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen, verstärkt in die Politik seiner Heimatstadt Aachen einmischen. Dass er dafür noch viele Jahre bei bester Gesundheit Gelegenheit haben möge, das wünschten ihm auch die zahlreichen Gäste aus Nah und Fern.