Alsdorf - Entscheidung über dritte Eingangsklasse an der Kubiz-Realschule steht an

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Entscheidung über dritte Eingangsklasse an der Kubiz-Realschule steht an

Von: Karl Stüber
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Gerne würden 40 weitere Kinder nach der Grundschule auf die Kubiz-Realschule gehen. Am Donnerstag entscheidet der Alsdorfer Rat über den Wunsch betroffener Eltern, eine dritte Eingangsklasse dort zu belassen. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Können die Befürworter der Beibehaltung von drei Eingangsklassen an der Kubiz-Realschule den Alsdorfer Stadtrat überzeugen?

Da rund 40 Kinder, die zum nächsten Schuljahr von Grundschulen an diese Realschule wechseln wollten, mit Blick auf die Reduzierung um eine Eingangsklasse abgewiesen worden waren, haben die Erziehungsberechtigten Widerspruch erhoben und rund 1100 Unterschriften für eine entsprechend abgefasste Petition bei Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) eingereicht.

Allerdings deutet alles daraufhin, dass das Stadtparlament in seiner Sitzung am Donnerstag (Beginn 18 Uhr im großen Saal des Rathauses, 1. Etage) in seiner Mehrheit an der Verteilung der Eingangsklassen auf weiterführende Schulen im Stadtgebiet festhält. Beschlusslage ist: Der Kubiz-Realschule wird ein Zug genommen und dafür der Marienschule ein Zug gegeben. Letztere darf außerdem einen Hauptschulzweig einrichten. Die Gesamtschule ist fünfzügig mit der Option auf Sechszügigkeit.

Genug Plätze an Gesamtschule

Die Stadtverwaltung gibt in ihrer Beschlussempfehlung für die Sitzung die Richtung vor. So spricht sich das Rathaus dafür aus: „Den Anträgen von FDP- und CDU-Fraktionen zur Wiederherstellung der Dreizügigkeit an der Realschule Alsdorf im Kubiz ab dem Schuljahr 2018/19 kann nicht stattgegeben werden.“ Außerdem: „Der Rat der Stadt zieht die Angelegenheit an sich und beschließt: Der mit der Petition beabsichtigten Wiederherstellung der Dreizügigkeit an der Realschule im Kubiz ab dem Schuljahr 2018/19 kann nicht stattgegeben werden.“

Aus Sicht der Stadt hat sich an den Grundlagen für den alten Beschluss vom November 2017 gemäß Schulentwicklungsplan nichts geändert. Insgesamt könnten bis zu 420 Schüler an weiterführenden Schulen in Alsdorf in Eingangsklassen aufgenommen werden. Und so ist der Stand der Dinge, Stichtag 7. Mai: 388 Viertklässler besuchen zur Zeit Grundschulen im Stadtgebiet. 384 wechseln zu weiterführenden Schulen, davon werden mindestens 77 Schüler auswärtige Bildungseinrichtungen besuchen, teilt die Stadt mit.

Gemäß dieser Rechnung sind also 307 Viertklässler mit Schuljahreswechsel an Alsdorfer Schulen zu unterrichten. Hinzu kommen 85 Neulinge aus auswärtigen Grundschulen. Insgesamt werden hier also 392 Schüler auf weiterführende Schulen gehen.

Davon wurden bereits 384 angemeldet. Fehlen also noch acht. „Die Voraussetzungen zur Aufnahme dieser acht Schüler sind hinsichtlich der erforderlichen Zügigkeit an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule gegeben.“ Die Zahlen könnten sich bis zum tatsächlichen Schuljahresbeginn noch „marginal“ ändern.

Heißt unterm Strich: Es ist nicht notwendig, an der Kubiz-Realschule die dritte Eingangsklasse zu bilden, weil alle Schüler, deren Erziehungsberechtigte das wollen, im Stadtgebiet unterkommen können. Der Schulträger, also die Stadt, kommt damit gemäß Schulgesetz NRW ihrer Verpflichtung nach, „die für einen ordnungsgemäßen Unterricht erforderlichen Schulanlagen, Gebäude, Einrichtungen und Lehrmittel zur Verfügung zu stellen und zu unterhalten sowie das für die Schulverwaltung notwendige Personal und eine am allgemeinen Stand der Technik- und Informationstechnologie orientierte Sachausstattung zur Verfügung zu stellen“.

Dagegen hatte die FDP-Fraktion von „einer fehlerhaften Bewertung des Schulentwicklungsplans“ gesprochen. Es könne nicht sein, „dass lernwilligen und befähigten Kindern der Zugang einer für sie geeigneten Bildungseinrichtung (also die Kubiz-Realschule) verwehrt wird“. Die CDU hatte ins Feld geführt: „Lehrer-, Schüler- und Elternwille soll und muss Rechnung getragen werden.“

Aus Reihen der betroffenen Eltern, die lieber ihre Kinder auf die Schule im Kubiz schicken wollen, hatte Julia Kreutzkamp an Bürgermeister und Ratsvorsitzenden Sonders geschrieben: „Als Eltern wollen wir immer das Beste für unsere Kinder. Wir haben in den letzten Woche Dinge getan, um zu zeigen, dass wir kämpfen wollen, für eine weitere Klasse.

Wir wünschen uns, dass die Entscheidung hinsichtlich des dritten Klassenzuges überdacht wird und anhand der tatsächlichen Anmeldungen eine faire Entscheidung getroffen wird.“ Gegen die Abweisung ihrer Kinder hatten Erziehungsberechtigte Widerspruch eingelegt. Für die Kubiz-Realschule würden das neue Gebäude, die zentrale Lage und nicht zuletzt die gute Arbeit der Schule sprechen.

Von der Stadt bereits abgelehnt wurde ein Vorstoß der Leiterin der Kubiz-Realschule, Reinhild Behr-Bennemann. Sie hatte beim Schulamt den Antrag gestellt, mit Blick auf 40 Schüler, die abgewiesen werden müssten, eine„Mehrklasse“ einzurichten. Die Stadt Alsdorf hingegen geht von einem kurzfristigen „Hype“ aus.

 

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