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Würselen: Eltern stellen Sebastianusschule prima Zeugnis aus

Würselen : Eltern stellen Sebastianusschule prima Zeugnis aus

„Trotz aller neuen Konzepte dürfen wir nicht vergessen: Das Kind steht im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit”, appellierte die Leiterin der katholischen Sebastianus-Grundschule, Adelheid Fröhlich, nicht nur an die Schulpolitiker vor Ort, sondern im ganzen Land. Als sie ihre Schule im Schulausschuss vorstellte, betonte sie: „Wir möchten offen sein für Neues, aber Standards und Bewährtes bewahren.”

Fröhlich postulierte eine Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit mit Augenmaß. Einer Überlastung der Grundschule müsse entgegengewirkt werden. Sie sprach aber auch Klartext, was die Ausstattung ihrer derzeit 306 Kinder zählenden Schule anbetrifft: Die Schule an der Bahnhofstraße ist in drei Häusern untergebracht. Bei Klassen mit 29 Kindern werde es - so Fröhlich - eng in den Klassenräumen. Es fehle mindestens ein Mehrzweckraum. Die Schule habe keinen Lehrmittelraum und keinen Raum für eine Schülerbücherei. Genauso fehle ein Zimmer für Elterngespräche.

Fröhlich beklagte, dass die breiten Flure aus Brandschutzgründen nicht mehr für die individuelle Förderung von Kindern genutzt werden können. Ins Stammbuch schrieb sie Rat und Verwaltung, dass die Reinigungskräfte wegen der zu kurz bemessenen Zeit die Schule nur unzureichend säubern können. Ihre Forderung: „Gebt den Kindern eine saubere Schule, und sie werden sie auch sauber halten.”

Fröhlich zum Leitbild ihrer Bekenntnisschule: „Wir sehen jedes Kind als einmaliges Geschöpf Gottes und nehmen es mit seinen Stärken und Schwächen als solches an.” An ihrer Schule fühlten sich die Lehrer dem Evangelium verpflichtet, alle Kinder müssten am Religionsunterricht teilnehmen. Auch verwies die Direktorin darauf, dass das Schulprogramm viele Bausteine hat. Neu sei eine Schul- und Hausordnung, von Eltern und Lehrern gemeinsam entwickelt. Experimentier- und Computerecken gebe es schon im ersten Schuljahr.

Einen Grund, stolz zu sein, hatte Fröhlich ebenfalls: Eine in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Stiftung initiierte Befragung hatte ergeben, dass es ein hohes Maß an Zufriedenheit bei den Eltern mit der Schule gebe. Und das bei 80 Prozent Rückläufen. Lob zollte die Rektorin dem rund 200 Mitglieder zählenden Förderverein. Er unterstütze die Schule finanziell in Bezug auf die verlässliche Grundschule und fördere Fahrten und Projekte. Ohne ihn hätte sie das Material für die Rechtschreibwerkstatt den Kindern nicht zur Verfügung stellen können. Und: Im Haus St. Josef Eschweiler habe die Sebastianusschule einen guten Träger für die Offene Ganztagsschule gefunden.