Alsdorf: Elektro-Euregiotour: Mit Energie aus der Steckdose und der Sonne

Alsdorf : Elektro-Euregiotour: Mit Energie aus der Steckdose und der Sonne

Wenn auch das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen fahren zu lassen, verfehlt werden dürfte, so lenken futuristische „Stromer“ doch immer öfters die Blicke auf sich. Besonders interessant wird es, wenn sie in geballter Ladung auftreten: Wie bei der Elektro-Euregiotour, die unter der Ägide von V.E.R.A., dem Verein der Elektromobilfreunde in der Region Aachen, schon zum zehnten Mal stattfand.

Gekoppelt war sie mit der zweiten Alsdorfer E-Rallye. Mehr als 70 Teilnehmer in über 40 Fahrzeugen waren dabei, einige sogar aus Süddeutschland und Österreich angereist. Die erfahrensten unter ihnen sind bereits seit 25 respektive 39 Jahren elektrisch unterwegs. Andere wiederum haben das elektrische Fahren erst jetzt für sich entdeckt. Fahrzeugmäßig mit von der Partie waren E-Fahrzeuge älteren Baujahrs, beispielsweise ein VW-Bus T2 aus dem Jahr 1979. Des weiteren fuhren Autos mit, die um die Jahrtausendwende gebaut wurden, und natürlich ganz aktuelle Karossen.

© : Dagmar Meyer-Roeger /// Samstag, 25. August 2018; 2018-08-25 /// 10. Euregiotour gekoppelt mit 2. Alsdorfer E-Rallye : Michael Hubbe aus Karlsruhe in einem City EL *** ***. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Sogenannte SolarCars von der Hochschule Bochum reihten sich ebenfalls ein. „Alle zwei Jahre finden in Australien Weltmeisterschaften mit Solarfahrzeugen statt“, erzählte Teamer Mathias Drossel. Bochumer Studenten hätten in den Jahren 2011, 2013 und 2017 jeweils mit einem selbst gebautem Wagen daran teilgenommen, berichtete er. Und genau mit diesen drei Unikaten fuhr das weit gereiste junge SolarCar-Team jetzt die Euregiotour mit.

Ob im Solarfahrzeug, Elektrokabinenroller, auf einem Elektroroller oder gar in einem aufregenden Tesla — alle Teilnehmer hatten ihre Freude an der Tour. Und das wiederum freute V.E.R.A.-Vorsitzenden Stephan Nagel, der zufrieden versicherte, es habe ausreichend Ladepunkte gegeben, so dass niemand mangels Energie ins Hintertreffen geraten sei.

Reichweiten deutlich besser geworden

Überhaupt seien die Reichweiten viel besser geworden, mit einem Audi A8 etwa könne der Fahrer rund 500 Kilometer am Stück zurücklegen. Die meisten der e-betriebenen Wagen würden es derzeit auf hundert Kilometer bringen. „Das reicht für unsere Tour vollkommen aus.“

Stationen waren unter anderem das Aldenhovener Testing Center (ATC). „Wir durften die Teststrecke befahren“, berichtete Nagel. Ausprobiert werden konnte dabei das Fahren in einer Steilwandkurve. Glatteissimulationen und das Anfahren aus dem Stand bei einer Steigung von stattlichen 30 Prozent waren ebenfalls möglich. Weiteres Ziel waren am Sonntag Ordensburg Vogelsang und schließlich das Kloster Maria Wald. Wo die Tour bei traditioneller Erbensuppe ausklang.

(dag)