Alsdorf: Einsatzfähig auch im Gelände: Alsdorfs neues Löschfahrzeug

Alsdorf: Einsatzfähig auch im Gelände: Alsdorfs neues Löschfahrzeug

Kürzlich wurde das Löschfahrzeug (LF) 20 des Löschzuges Hoengen nach 32 Jahren gegen ein funkelnagelneues LF KatS ausgetauscht. Dabei handelt es sich um ein modernes leistungsfähiges Fahrzeug mit Automatikgetriebe und Allradantrieb. Jetzt wurden dieses Löschfahrzeug und drei weitere Fahrzeuge — ein Kommandowagen (KdoW) sowie zwei Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF 1 und MTF 2) — während einer kleinen Feierstunde mit symbolischer Schlüsselübergabe in der Alsdorfer Feuer- und Rettungswache eingesegnet.

Dazu sprachen der katholische Pfarrer Konrad Dreeßen und evangelische Pfarrerin Petra Hartmann von der Gemeinde Hoengen-Broichweiden das Segensgebet.

Das neue Löschfahrzeug bekommt man nicht von der Stange. Vor der Bestellung mussten viele Informationen gesammelt, ausgewählt und in ein Leistungsverhältnis gebracht werden. „Geräte und Material müssen in sinnvolle Gruppen, ihrer Verwendung und ihrem Gewicht entsprechend, planerisch untergebracht werden, um ein leistungsfähiges, sehr gut durchdachtes und auf den Bedarf zugeschnittenes Fahrzeug zu bekommen“, beschreibt Stadtbrandinspektor und Wehrleiter Peter Adenau die Aufgabe im Vorfeld.

Bei Hochwasser mobil

Ein bedeutendes Leistungsmerkmal des neuen Löschfahrzeuges ist seine Geländegängigkeit. Das heißt: Auch beispielsweise bei nassem Gras, Fahren über Feldwege, bei Matsch und Schnee ist ein Vorwärtskommen möglich.

Das Fahrzeug besitzt einen 1000-Liter-Wassertank und kann somit im Erstangriff eingesetzt werden. Es ist das einzige Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Alsdorf, dass problemlos durch 60 Zentimeter tiefes Wasser fahren kann. Die Kosten für diese Anschaffung belaufen sich auf 301 000 Euro.

Sowohl der alte Kommandowagen als auch die beiden Mannschaftswagen — 23, 16 und 22 Jahre alt — seien in einem Zustand gewesen, bei dem jede weitere Reparatur unwirtschaftlich gewesen wäre, unterstrich Bürgermeister Alfred Sonders.

Es konnten drei gute gebrauchte Fahrzeuge in Weiß (drei, vier beziehungsweise fünf Jahre alt) erworben werden. Nach dem Bekleben der Wagen mit Folie und Ausrüstung mit Funkgeräten, Blaulicht und Signalanlage stehen diese Fahrzeuge (Kosten rund 63 800 Euro) nun einsatzbereit zur Verfügung.

Die Arbeiten an den Um- und Ausbauten wurden größtenteils von den Feuerwehrleuten mit Eifer und Ehrgeiz ausgeführt. Dies hob Bürgermeister Alfred Sonders nochmals besonders lobend hervor: „Wir sind sehr dankbar, dass unsere Wehrleute mit sehr viel Engagement am Werk waren.“

Neue Meldeempfänger

Der Kommandowagen steht Dirk Stoeckmann im Löschzug III/ Hoengen zur Verfügung. Tagsüber nutzt der Löschführer und stellvertretende Wehrführer es auch bei seiner Tätigkeit im vorbeugenden Brandschutz, um im Alarmfall möglichst schnell an der Einsatzstelle zu sein.

Zudem wurden die neuen Digital-Meldeempfänger „DME“ vorgestellt. Sie sollen abhörsicher sein. Insgesamt wurde 165 Stück für rund 43 000 Euro angeschafft. Nachdem offiziellen Teil bestand für die Gäste die Möglichkeit, die neuen Fahrzeuge genau unter die Lupe zunehmen sowie in kleinen Gruppen die Feuer- und Rettungswache zu besichtigen.

(dag)
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