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Baesweiler: Ein Traumergebnis für Dr. Willi Linkens

Baesweiler : Ein Traumergebnis für Dr. Willi Linkens

Als Stadtdirektor wurde er 1993 mit allen Stimmen des Rates wiedergewählt - also auch der damaligen SPD-Opposition. Bei der letzten Bürgermeisterwahl erreichte er das höchste Stimmergebnis in ganz Nordrhein-Westfalen.

Nun schickte ihn seine Partei für eine weitere Runde ins Rennen: Dr. Willi Linkens wird - wen wird es überraschen - für das Amt des Bürgermeisters am 26. September kandidieren.

Ein Traumergebnis erreichte der Jurist, der für Baesweiler zu einer Institution geworden ist. Auch wenn der öffentlich geäußerte Wunsch seines Freundes Hans Plum, eine einstimmige Entscheidung, sich nicht erfüllte. Fast 94 Prozent der anwesenden CDU-Mitglieder wählten Linkens. Von 98 Stimmberechtigten votierten 92 für und zwei gegen ihn, bei drei Enthaltungen und einer ungültigen Stimme.

Vorab hatten sich die Parteikollegen für ihren Kandidaten stark gemacht. Bruno Mohr begann seine Rede mit einem Seitenblick zum Kandidaten der anderen Partei, Bernd Pehle. Dieser verkünde auf der Internetseite der Partei, dass es zu dem angestrebten Amt „nur Selbstvertrauen und die eigene Partei im Rücken zu haben” bedürfe.

Dies kritisierte Mohr scharf: „Das Amt des Bürgermeisters ist kein Nebenjob, hier ist eine gewisse Qualifikation unerlässlich!” Deutlich ließ er Zweifel im Raum stehen, ob es einem Elektroinstallateur möglich sei, Resultate einzufahren, wie Willi Linkens es in der Vergangenheit gezeigt habe. Er nannte die Pro-Kopf-Verschuldung von 130 Euro im Vergleich zu einem Landesdurchschnitt von 903 Euro, den in diesem Jahr wieder ausgeglichenen Haushalt und intensive Anstrengungen in der Wirtschaftsförderung, etwa in Person des Geschäftsführers des its.

„Einzigartig”

2700 bis 2800 neue Arbeitsplätze habe man nach Schließung der Zeche nach Baesweiler geholt - eine einzigartige Leistung. Mohr schloss mit dem Appell, alles daran zu setzen, dass „unser Willi” weiter dazu beitragen könne, dass „Baesweiler eine lebens- und liebenswerte Stadt bleibt”.

Die Wahl war schnell gelaufen, schon standen die Gratulanten Schlange. Dr. Willi Linkens bekam echt Baesweiler Gebäck, das das CDU-Logo zeigt, einen Kasten seines Lieblingsbiers Erdinger Weizen, seine Frau Maria für ihre immer währende Geduld und Unterstützung Blumen.

Linkens dankte für das deutliche Ergebnis, appellierte aber zugleich, dass viele Anforderungen auf den neuen Kandidaten und seine Mannschaft zukämen. Reduzierte Schlüsselzuweisungen, verringerte Sachkostenpauschale für Kindergärten und weniger Zuschüsse für den ÖPNV seien nur eine kleine Auswahl von Punkten, die zeigten, wie den Städten das Leben schwer gemacht werde.

Linkens machte aber deutlich, dass er zum Wohle der Stadt Baesweiler sein ganzes Können einsetzen werde. Die Erfolge der Vergangenheit, ruderte er zurück, habe nicht er allein errungen, sie hätten viele Väter und Mütter. Baesweiler sei heute als eine der wenigen Städte noch in der Lage, ihren Senioren zu zeigen, dass sie wichtig für die Gemeinschaft seien - mit einem Präsent, das alle erhalten, die 80 Jahre und älter werden.

Die Anstrengungen in Sachen Wirtschaftsförderung der vergangenen Jahre brächten der Stadt runde drei Millionen Euro Gewerbesteuer im Jahr. Eine Einnahme, die es ermögliche, so genannte „freiwillige Leistungen” zu erbringen, die das Leben in einer Stadt lebenswert machen.

Für die Zukunft nannte Dr. Willi Linkens das Ziel, das Konzept Carl-Alexander-Park „als unsere Idee für die Euregionale” umzusetzen. Er plane, die Burg als Begegnungsstätte weiterzuführen und setze sich für eine Woche der Jugend ein.

Denken über die Stadtgrenzen hinaus

Kreisvorsitzender Axel Wirtz (MdL) bescheinigte Dr. Linkens, dass er auch über die Stadtgrenzen hinaus denke. Beispielhaft nannte Wirtz die Euregionale-Projekte und die konstruktive Begleitung der Städteregion. Wirtz: „Willi Linkens ist ein Glücksfall für die Stadt Baesweiler. Es gibt keine Alternative.”

Der stellvertretende Bürgermeister Hans Plum appellierte an seine Parteifreunde, alles zu tun, damit die CDU bei der Kommunalwahl wieder die absolute Mehrheit erreiche. Ohne Linkens hätte Baesweiler keinen ausgeglichenen Haushalt wie mittlerweile der Großteil der Städte in NRW.

Fraktionschef Herbert Geller hob hervor, dass seit Ende der 80er Jahre die Wirtschaftsförderung in Baesweiler Chefsache sei. Schnellste Behördenbearbeitung sei nur ein Kennzeichen eines funktionierenden Verwaltungsapparates, der verstehe, worauf es ankomme. „Baesweiler genießt daher einen ausgezeichneten Ruf bei Unternehmen.”

Weitere Argumente, die für Linkens sprechen, zählte er auf: eine mustergültige Kindergartenquote, ein reiches Vereinsleben, die Pflege des europäischen Gedankens, Ausbau und Anpassung des ÖPNV...

Ferdi Reinartz meldete sich für den Ortsverein Beggendorf per Telegramm aus dem Zillertal und gratulierte dem frischgewählten Bürgermeister-Kandidaten. Vize-Landrat Hans Körfer, der in Hoengen lebt: „In Alsdorf haben wir ja einen gemeinsamen Kandidaten von CDU und SPD. Hier in Baesweiler ist Willi Linkens so gut wie ein gemeinsamer Kandidat.”