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Herzogenrath: Ein Mix aus Nostalgie, Ironie und Koketterie

Herzogenrath : Ein Mix aus Nostalgie, Ironie und Koketterie

Was Max Raabe in großem Maßstab praktiziert, kann ihnen auch im kammermusikalischen Zuschnitt nur recht sein.

Die „Aachener Salonteufel” wissen mindestens ebenso gut wie der große Meister aus Berlin, wie man Nostalgie, Ironie und Koketterie zu einem schmackhaften Mix verquirlt.

Das Publikum auf Burg Rode hat es jedenfalls goutiert, wie der überaus gute Zuspruch des Publikums beim Auftritt der fünf Frauen und zwei Männer zählenden Formation aus der Kaiserstadt deutlich machte.

„Sterne aus der Ferne” hieß das Motto des von Geigerin Stephanie Bock und Bassist Manfred Hilgers im Wechsel moderierten Konzertes. Will sagen: Aufgeführt wurden Werke, die entweder in der Ferne entstanden sind oder mit dem Fernweh des Publikums spielen, Werke wie der argentinische Tango „La Cumparsita” oder - zu dessen 100. Geburtstag - Gerhard Winklers von 1936 datierendes „Neapolitanisches Ständchen”.

Ein spritziger Sound und immer wieder spürbarer Spielwitz, verquirlt mit Gesangs-, Solo- oder anderen Einlagen verfehlen halt ihre Wirkung nicht.