Alsdorf: Ein informativer Abend im Gesundheitsforum zur Wundheilung

Alsdorf : Ein informativer Abend im Gesundheitsforum zur Wundheilung

Es ist ein Thema, das viele Ärzte und Patienten beschäftigt: Das Wundmanagement. Hierbei geht es nicht um kleine Schürfwunden, sondern um chronische Wunden, die nach acht Wochen noch nicht abgeheilt sind. Bei dem Alsdorfer Gesundheitsforum informierte der Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie des Marienhospitals, PD Dr. med. Gottfried Mommertz über die Möglichkeiten, die Wunden zu behandeln und im besten Falle zu schließen.

„Die Wundheilung im Körper ist ein komplexes System. Es ist ein unfassbarer Auftrag und eine logistische Meisterleistung des Körpers, alleine eine kleine Schürfwunde zu heilen“, so Mommertz. „Das Thema ist sehr wichtig, da bei den Patienten durch die Wunden auch die Lebensqualität stark eingeschränkt wird, bis hin zu sozialer Isolation.“ In Deutschland gibt es zurzeit 2,7 Millionen Wundpatienten, 890.000 davon mit chronischen Wunden. Ein Wundpatient braucht mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre Behandlung, bis die Wunden endgültig geschlossen sind.

Im Juli 2018 hat im Praxiszentrum des Marienhospitals das Wundmanagement von Inga Hoffmann-Tischner eine eigene Praxis eröffnet. Hier wird eng mit den Ärzten zusammen gearbeitet und Patienten, aber auch Akteure des Gesundheitswesens können sich zum Thema Wundmanagement beraten oder behandeln lassen.

„Oft habe ich auch mit Angstpatienten zu tun, hier stehen besonders die Kommunikation und ein nettes Miteinander an erster Stelle. Ich habe in der Praxis sogar einen Venen & Lymph Tee eingerichtet, wo sich die Patienten in Ruhe hinsetzten können und sich unterhalten können“, sagt die Kölnerin Inga Hoffmann.

Genauso wie es viele unterschiedliche Wundursachen gibt, gibt es auch unzählige Behandlungsansätze. „Jeder Jeck ist anders, sagen wir immer in Köln“, so Hoffmann. In ihrer Praxis wird die Behandlung auf jeden Patienten individuell angepasst. Auch neue Ansätze werden dafür benutzt, wie ein spezielles Gerät, das erkennt, ob sich Bakterien auf der Wunde gebildet haben. „Wir sparen mit unserer Arbeit viele medizinische Ressourcen und können den Ärzten somit gut unter die Arme greifen.“

„Wundheilung kann auch schnell gehen“, freut sich Hoffmann weiter, die seit Juli bereits einige Wunden geschlossen hat. Manchmal müssen solche Wunden auch chirurgisch, zum Beispiel mit Hilfe von Hauttransplantationen behandelt werden. Dafür werden die Patienten dann in die erfahrenen Hände des Marienhospitals überwiesen.

Das Alsdorfer Gesundheitsforum kann sich bereits über die 27. Veranstaltung freuen, vollfinanziert durch die Katholische Stiftung Marienhospital Aachen. Auch nächstes Jahr wird in der Alsdorfer Stadthalle weiter über medizinische Themen informiert.

Weitere Informationen rund um das Wundmanagement in Aachen finden Sie unter www.wundmanagement-aachen.de.

(lgob)
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