Herzogenrath: Ein Einblick in Klaus Endrikats Schaffen

Herzogenrath: Ein Einblick in Klaus Endrikats Schaffen

Er gehört zu den großen Konstanten aus der Region: Klaus Endrikat hat als Professor (bis 2005) der Fachhochschule Aachen zahlreiche junge Künstler und Designer geprägt.

Doch nicht nur das: Als frei schaffender Zeichner und Buchillustrator besitzt der 71-jährige Aachener ebenfalls weit reichende Bedeutung. Genügend Gelegenheit, mit seinem Schaffen Bekanntschaft zu schließen, bietet jetzt eine Ausstellung des Forums für Kunst und Kultur im Erdgeschoss des Herzogenrather Eurode-Bahnhofs.

Es sind ausschließlich aktuelle Arbeiten, die Endrikat in der Rode-Stadt präsentiert - darin liegt ein Reiz dieser Schau. Ein anderes Faszinosum liegt in den Bildern, in dem spannungsreichen Mit- und Gegeneinander von Strukturen und Formen, von gezeichneter Linie und flächig aufgetragener Aquarell-Farbe.

Kunst für den schnellen Genuss liefert Endrikat keineswegs - das liegt auch nicht in seiner Natur. Die Strukturen, Körper und Geflechte seiner Bilder verlangen vielmehr danach, differenziert und auf ihre Wirkung in ihr Umfeld hinein betrachtet zu werden. Seine Bilder seien „rein abstrakt”, bekräftigt der Künstler im Gespräch mit unserer Zeitung, der im Übrigen den „sehr schönen Raum” des Bahnhofs schätzt.

Seine Werke zeichnen sich durch einen gewissen Dualismus aus: Sie öffnen und schließen sich, sind aus einem durchsichtigen Geflecht von Linien zusammengesetzt und dann wieder hermetisch dicht, offen und dann wieder angeschnitten oder offen. Seine Kunst erweist sich, wie ihr Meister auch, als selbstbewusst und vital.

Bilder aus dem beschaulichen Ruhestand sind es jedenfalls nicht, was Klaus Endrikat in Herzogenrath zeigt. Klaus Endrikats Arbeiten sind bis zum 18. Juli in den Ausstellungsräumen des Forums für Kunst und Kultur (Bahnhof Herzogenrath) zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 15 bis 18 Uhr; 02406 / 96 80 99.

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