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Alsdorf: Durchhalteparolen vor dem Cinram-Werkstor

Alsdorf : Durchhalteparolen vor dem Cinram-Werkstor

„Noch sind wir keine hundert - aber wir werden immer mehr!” Manfred Engelhardt, Personalratsvorsitzender des Aachener Studentenwerkes, formulierte vor den Werkstoren der Alsdorfer Niederlassung der Firma Cinram am Samstag viele Durchhalteparolen.

Gut vierzig Personen hatten sich dort versammelt, darunter nur wenige Werksangehörige. „Die haben Angst”, meinte Engelhardt, „die, die ihren Job noch haben, trauen sich nicht, Solidarität zu zeigen.”

200 befristete Verträge von Cinram-Mitarbeitern sollen nicht verlängert werden, hinzu sollen 135 betriebsbedingte Kündigungen kommen. Die Alsdorfer Situation nahm Engelhardt zum Anlass, die Ausbeutung im Allgemeinen anzuprangern. „Der Mensch wird international zur Ware Arbeitskraft - und die soll so billig wie möglich zu haben sein.”

Anwesend war auch der bereits gekündigte Marc Treude, der vor dem Arbeitsgericht auf Wiedereinstellung klagt und sich deshalb zur Situation nicht äußerte.

Heike Hennersdorf nahm indes kein Blatt vor den Mund. Ihr Mann wird seinen Job bei Cinram aller Voraussicht nach verlieren. „Ich bin voller Ärger und Wut”, sagte sie. „Vor einem Jahr wurden die Jobs noch als sicher erklärt, jetzt wissen wir, dass die Firmenleitung gelogen hat.”