Würselen: Die Vereine bei Reinigungskosten gleich behandeln

Würselen: Die Vereine bei Reinigungskosten gleich behandeln

Es gilt für den Stadtrat und die Stadtverwaltung Würselen auf Initiative der FDP-Fraktion ein Versäumnis gegenüber den Sportvereinen aufzuarbeiten, die nicht in Hallen, sondern „draußen“ Sport treiben und entsprechende Anlagen, sprich Vereinsheime, nutzen.

Es geht um die Übernahme von Reinigungskosten. Die betroffenen Vereine sind hierfür in den ersten drei Monaten des Jahres bereits in Vorleistung getreten.

Zur Vorgeschichte: Der Stadtrat hatte im Jahre 2012 im Zuge der Beschlüsse zum Stärkungspaktgesetz und unter dem Druck, aus eigenem Antrieb Ausgaben zu kürzen, beschlossen, die entsprechenden Zuschüsse zu streichen. Allerdings wurde in der weiteren Diskussion klar, dass dieses Vorgehen logischerweise eine Schlechterstellung gegenüber den Vereinen darstellt, die Hallen nutzen. Deren Umkleideräume und Duschen wurden weiter gereinigt — mit Zuschüssen der Stadt.

Keine Lösung vorgelegt

Aus diesem Grunde wurde im Jahr 2013 beschlossen, die bis dato geltende Regelung um zwei Jahre zu verlängern. Die Zeit sollte genutzt werden, bis zum Haushaltsbeschluss 2016 Möglichkeiten der weiteren Finanzierung dieser Gelder aufzuzeigen, wie die Stadtverwaltung rekapitulierte.

Insbesondere der da noch bestehende Arbeitskreis Stärkungspakt und die Stadtverwaltung waren gefordert. Allerdings wurde zeitgerecht keine Lösung vorgelegt. Deshalb entfiel der Reinigungskostenzuschuss in diesem Jahr für die „außensporttreibenden Vereine“, so die Bezeichnung seitens der Verwaltung. Es geht um einen Ansatz von 36.000 Euro.

Das will die FDP-Fraktion korrigiert wissen. „Vereine sind deshalb auf uns zugekommen“, sagte Markus Carduck in der jüngsten Ratssitzung.

Christoph Küppers (SPD) und Karl-Jürgen Schmitz (CDU) erkannten das Säumnis an. Laut Küppers soll die Stadtverwaltung mit den betroffenen Vereinen eine Lösung suchen. Auftrag sei, mit dem Stadtsportbund hierüber zu sprechen.

Für das laufende Haushaltsjahr müsse „für den Übergang“ eine Lösung gefunden werden. Der Stadtrat könne aber nicht so ohne weiteres einen Auszahlungsbeschluss fassen — mit Blick auf das Haushaltssicherungskonzept. CDU-Sprecher Schmitz sagte, es gehe neben der Einhaltung des Gleichheitsprinzips auch um Pflege und Erhalt öffentlicher Einrichtungen.

FDP-Mann Carduck regte an, dass bis zur Ratssitzung im Mai von der Verwaltung ein Vorschlag erarbeitet wird. Bürgermeister Arno Nelles (SPD) fasste zusammen: Demnach soll eine Lösung für den laufenden Haushalt gefunden werden.

In einem zweiten Schritt geht es um eine weitergehende Lösung. Mit dem Begriff „grundsätzlich“ hatte Nelles allerdings Probleme, weil dies wohl die Qualität von „unbefristet“ habe.