Herzogenrath: Die Trassenführung des Radschnellwegs bleibt offen

Herzogenrath: Die Trassenführung des Radschnellwegs bleibt offen

Wie und vor allem wo es weiter geht mit dem Ausbau des Radschnellweges in Herzogenrath, bleibt weiter unklar. Eine Fertigstellung noch in diesem Jahr ist nach Ansicht der Stadtverwaltung nicht mehr zu schaffen, war jetzt im Bau- und Verkehrsausschuss zu erfahren.

Derzeit wird noch mit dem zuständigen Verkehrsministerium des Landes die Förderfähigkeit einer Trassenführung auf niederländischem Staatsgebiet geprüft — der geplante und gewünschte Abschnitt an der Neustraße/Nieuwstraat macht solche Erwägungen nötig, hieß es im Fachausschuss. Eine Bestätigung seitens des Ministeriums in dieser Sache steht noch aus.

Kosten anteilig tragen?

Außerdem ist noch nicht geklärt, ob die erwünschte Verlängerung des Radschnellweges in Richtung Merkstein finanziert werden kann. Hierzu müsste auch die Machbarkeitsstudie erweitert werden. Die Deckelung des Herzogenrather Anteils an dieser Studie auf momentan 10.000 Euro wird sich sehr sicher dann so nicht halten lassen können, da weder Stadt Aachen noch Städteregion für Zusatzplanungen aufkommen werden, die alleinig im Bereich der Stadt Herzogenrath liegen.

In einem neuen Antrag der SPD-Fraktion im Städteregionstag wird ein hälftige Aufteilung der neu entstehenden Kosten im Eigenanteil zwischen der Städteregion und der Stadt Herzogenrath vorgeschlagen.

Außer Betrieb ging das Kohlscheider Hallenbad an der Zellerstraße bereits Ende 2014 wegen sicherheitstechnischer Mängel. Die Stilllegung erfolgte Mitte vergangenen Jahres durch die Verwaltung der Stadt. Es war festgestellt worden, dass der Bau so marode ist, dass eine Sanierung nicht mehr wirtschaftlich sei. Aber auch ein ungenutzter Bau verursacht Kosten und bringt zudem nichts ein.

Um das Grundstück weiter nutzen zu können, hat der Bau- und Verkehrsausschuss den Rückbau (Abriss) des Bades beschlossen und damit der Schlussstrich unter das 1972 erbaute Gebäude gezogen.

Spannend wird der Rückbau vor allem durch die Vermutung, dass sich unter dem Gebäude noch ein Stollenlichtloch befindet. Die Kosten für Sicherung und Sichtung sollen dem Eschweiler Bergwerks-Verein (EBV), respektive seinen Nachfolgegesellschaften, auferlegt werden, die sich solchen Ansinnen bislang aber verweigern, teilte die Verwaltung mit.

Arbeiten im Schulbetrieb

In der Grundschule Pannesheide ging die Umsetzung der brandschutztechnischen Maßnahmen in den Schulsommerferien gut voran, wie zu erfahren war.

Die provisorischen Holztreppenpodeste im Erdgeschoss etwa konnten schon wieder entfernt werden. Im ersten Obergeschoss wurden die Deckenstrahlträger geprüft, in den anstehenden Herbstferien sollen sie noch verkleidet werden.

Laut Verwaltung darf man optimistisch sein, bis Ende der Sommerferien im nächsten Jahr die notwendigen Bauarbeiten abschließen zu können. Allerdings wurde auch angekündigt, dass dies auch Arbeiten im laufenden Schulbetrieb nach sich ziehen wird.

Stärker von ihren Feuchtigkeitsschäden betroffen, als bisher bekannt ist die Europaschule. Im April hatte der Bau- und Verkehrsausschuss noch 25.000 Euro aus dem Stadtsäckel für die Sanierung eines Wasserschadens in Folge eines Rohrbruches freigegeben. Im Sommer schließlich wurde in Folge von ersten Voruntersuchungen Schimmelpilzbelastungen im Gebäude festgestellt. Zur Gefahrenabwehr und nachhaltigen Sicherung des Baubestandes müssen laut Verwaltung weitere bauliche Maßnahmen vorgenommen werden, deren Mehrkosten sie auf bis zu 100.000 Euro beziffert.

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