Zwischen Setterich und Siersdorf: Die Trasse der L50n wird angelegt

Zwischen Setterich und Siersdorf : Die Trasse der L50n wird angelegt

Was lange währt, wird endlich gut. Jetzt haben die Erdarbeiten zum Bau der L50n am Adenauerring in Setterich begonnen. Die rund zwei Kilometer lange Umgehungsstraße, die in Höhe des Umspannwerks zwischen Setterich und Siersdorf in die bestehende L50 münden wird, soll zügig fertiggestellt werden, wie Ernst Gombert, Projektleiter bei Straßen.NRW, auf Nachfrage sagte.

Auf diese Weise sollen nicht nur die innerörtlichen Straßen von Setterich entlastet, sondern der Verkehr auch besser zur Bundesautobahn 44 geleitet werden. Der neuen Straße wird eine „hohe Netzfunktion“ zugeschrieben.

Kreisverkehr erhöht Verkehrsfluss

Ausgrabungsarbeiten an einer ehemaligen Römerstraße und Grundstücksverhandlungen hatten zuletzt noch zu Verzögerungen geführt. Auch galt es im vergangenen Jahr, noch die Modalitäten für den Bau eines Kreisverkehrs zu klären, der die beampelte Kreuzung von Adenauerring, Haupt-, Aachener Straße und Ludwig-Erhard-Ring ersetzen und für besseren Verkehrsfluss sorgen soll.

Hier sei mit dem an der Kreuzung befindlichen Gartenbaumarkt geklärt worden, dass der Kreisverkehr nicht zum üblicherweise umsatzstarken Frühjahr angelegt werden soll, um nicht geschäftsschädigend zu wirken. Auch ein Teil der Baumschule ist von den Baumaßnahmen betroffen. Laut Gombert sei alles einvernehmlich nach dem Prinzip Geben und Nehmen geregelt worden.

Auch am Adenauerring sind Bagger am Werk. Foto: Karl Stüber

Zur Entwässerung müssen spezielle Kiespfähle (auch „Schluckbrunnen“ genannt) angelegt werden. „Wir haben es mit einer starken Lössschicht im Boden zu tun, die wie eine Folie wirkt und das Versickern des Wassers beeinträchtigt“, sagte Gombert. Dank in den Boden eingebrachten Kieses könne das Oberflächenwasser entsprechend abfließen.

Längst fertiggestellt ist die Brücke für den Wirtschaftsweg Raiffeisenstraße. Landwirte mit ihren Fahrzeugen, Spaziergänger und Radfahrer nutzen diesen Übergang bereits seit Monaten. Jetzt ist im Zuge der Erdbewegungen der Verlauf der Trasse deutlich im freien Feld zu erkennen. Die Gesamtkosten werden mit rund fünf Millionen Euro veranschlagt, die das Land NRW aufbringt. Zur Kompensation der benötigten Fläche der Straßenanlage sind auf etwa 100.000 Quadratmetern Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen.

Dabei geht es um Hecken mit Obstbäumen entlang von Wirtschaftswegen, die insbesondere Heckenbrütern und Steinkäuzen zugute kommen, heißt es in der Projektbeschreibung. Zudem ist die Extensivierung von 18.700 Quadratmetern Ackerflächen insbesondere für Feldvögel geplant. Und es werden zwei Kleintierdurchlässe mit „Leitstrukturen“ gebaut.

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