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Würselen: Die Stadt kassiert im Voraus

Würselen : Die Stadt kassiert im Voraus

Nach den politischen Veränderungen der Mehrheitsverhältnisse in Würselen ist das Interesse der Bürger um die Innenstadtneugestaltung ungebremst.

Und so war die Informationsveranstaltung der Interessengemeinschaft Markt/Kaiserstraße im Hause Houben erneut sehr gut besucht.

Sowohl Hermann Jörissen als auch Günter Dümont gaben sich als Moderatoren alle Mühe, die Themen eingehend zu erörtern.

Schon die Anliegerkosten trieben einigen Gästen die Zornesröte ins Gesicht. Hatten die Eigentümer an der Oppener Straße noch einen Beitrag von rund einem Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche berappen müssen, werden wohl für die Kaiserstraße geschätzte 5,61 Euro und für die Anlieger am Markt gar 7,30 Euro fällig.

„Dabei muss man wissen, ist das Grundstück etwa dreigeschossig bebaut, wird die eigentliche Grundstücksfläche mit 1,5 multipliziert”, so Günter Dümont. Und weil es wie in den größten Bereichen der Kaiserstraße keinen gültigen Bebauungsplan gibt, kommen noch einmal 0,5 Punkte hinzu.

So wird aus einem Grundstück von 500 Quadratmetern schnell eine anrechenbare Fläche von 1000 Quadratmetern. Und das zu einem bis jetzt nur geschätzten Preis von mindestens 7,30 Euro (ohne Mehrwertsteuererhöhung), da sind einige Anlieger schnell mal im sechsstelligen Bereich bei den Erschließungskosten. Dümont: „Und die werden zu 90 Prozent im Voraus fällig. Da hilft zunächst nur der Widerspruch, und der hat noch nicht mal aufschiebende Wirkung!” Das hat nur ein Antrag auf Aussetzung oder gleich eine Klage vor dem Verwaltungsgericht. Damit hatten einige Anlieger der oberen Kaiserstraße zumindest Teilerfolge erzielt.