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Würselen: Die Klangwelten des „Musor Flötenquartett“ faszinieren

Würselen : Die Klangwelten des „Musor Flötenquartett“ faszinieren

Herzlich willkommen hieß der Vorsitzende des Kulturforums (KuFo), Günter Kölling, zum Herbstkonzert 2016 vier sympathische Musikerinnen im Alten Rathaus, das „Musor Flötenquartett“. Sie verwöhnten ihr Publikum auf hohem künstlerischen Niveau auf unterhaltsame Weise.

Dem Zuhörer eröffnete sich ein breites Klangspektrum von der Piccolo- bis hin zur Bassflöte . Entführt wurde er in neue ungeahnte Klangwelten, einfach virtuos sowohl im Zusammenspiel als auch bei den Soli.

Die vier charmanten Musikerinnen, die mit ihrer sinnlich inspirierenden Ausstrahlung und ihrer technischen Versiertheit kokettierten, hatten sich an der Musikhochschule in Köln kennen gelernt. Die gemeinsame Begeisterung für die Musik und die entstandenen Freundschaften waren eine optimale Voraussetzung, um 2006 das „Musor Flötenquartett“ ins Leben zu rufen.

Das Flötenquartett unternahm einen Streifzug durch die verschiedenen Epochen der Musikgeschichte. Gestartet wurde heiter und beschwingt mit der Ouvertüre zu Wolfgang Amadeus Mozarts „Hochzeit des Figaro“, ein erster musikalischer Leckerbissen.

Als Kontrast dazu intonierte das Quartett „Bilder einer Ausstellung“ von Petrowitsch Mussorgskiy in einer Bearbeitung von Ekaterina Ryzhova. Eine große Herausforderung, die von den vier Flötistinnen professionell gemeistert wurde. Ein Klangfarbenfest der Flöte außergewöhnlicher Art! Dann der „Reigen seliger Geister“ aus der Oper „Orpheus und Eurydike“ von Christoph Willibald Gluck, einem deutsche Komponisten der Vorklassik.

Kontrastreicher ging es bald nicht mehr: Bizarre, auch orientalische Klänge von fast überirdischer Schönheit erfüllten den Saal, als das „Musor Flötenquartett“ Auszüge aus dem Märchenzyklus „Ma Mere L´ Oye“ von Maurice Ravel bravourös zu Gehör brachte. Die Konzertbesucher waren hellauf begeistert und spendeten frenetischen Beifall.

Facettenreich ging es nach der Verschnaufpause weiter. Mit Friedrich Mendelssohn-Bartholdy kam zunächst einer der bedeutendsten deutschen Musiker der Romantik zu Wort: „Ein Sommernachtstraum“. Es folgten zwei Stücke, „Aqua“ und „Ventus“, des neuzeitlichen in Slowenien geborenen Komponistin Anze Rozman. Drauf setzte das Quartett die Toccata „Der Scherz“ der russischen Komponistin Olga Ryazantseva, die erst in ihrer Heimatstadt Nowgorod und dann in Köln studierte.

Den Schlusspunkt setzten die vier Ausnahme-Flötistinnen mit „Fantasie Brillante sur Carmen“ von Francoise Borne nach Motiven aus George Bizets Oper. Die geforderte Zugabe war für das Quartett Ehrensache.

(ehg)