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Merkstein: Die Jugend fühlt sich motiviert

Merkstein : Die Jugend fühlt sich motiviert

Mit einer festlichen Messe in der Pfarrkirche St. Benno Hofstadt und einem Frühschoppenkonzert im Bürgerhaus feierte der Instrumentalverein Herbach sein 108. Stiftungsfest.

Die Festtagsstimmung wurde etwas getrübt, da Geschäftsführer Willi Wagemann, der für 50-jährige aktive Mitgliedschaft an diesem Morgen vom Verein geehrt werden sollte, kurzfristig wegen Krankheit verhindert war.

Die Stiftungsmesse wurde von Pastor Peter Wetzler zelebriert und von einer Bläsergruppe des Instrumentalvereins gestaltet. Zum Konzert im vollbesetzten Vereinsheim begrüßte der Vorsitzende die Musikfreunde und hieß die Ehrengäste willkommen.

Stolz auf Nachwuchs

In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Gerd Zimmermann die vielen Aktivitäten des Vereins: „Der Instrumentalverein Herbach engagiert sich wie kaum ein Verein bei allen öffentlichen Auftritten und kann deshalb fast schon als Stadtorchester bezeichnet werden.” Zimmermann stellte besonders die Nachwuchsarbeit heraus.

Der Verein verstehe es immer wieder, junge Menschen von der Kindheit bis zum Erwachsensein für die Musik zu motivieren. „Um die Zukunft dieses Orchesters brauchen wir uns keine Sorgen zu machen”, meinte der Bürgermeister und überreichte dem Vorsitzenden ein Geldpräsent.

Tochter nahm Ehrung entgegen

Heinz Steinbusch nahm in einer Konzertpause die Ehrung von zwei verdienstvollen Orchestermitgliedern vor. Für 25-jährige ununterbrochene Tätigkeit als 1. Kassierer und weit über 50-jährige aktive Mitgliedschaft überreichte er Franz Fuchs eine schmucke Gedenkmünze. In seiner Laudatio listete Steinbusch die vielen ehrenamtlichen Aufgaben des Jubilars auf, der neben den Kassengeschäften auch die Arbeit des Notenwartes seit vielen Jahren übernommen und sozusagen als „Hausmeister” im Vereinsheim seine „zweite Heimat” gefunden habe. Als Musiker sei er auf seiner Tuba für das Orchester ebenfalls unverzichtbar.

Stellvertretend für Geschäftsführer Wagemann nahm dessen Tochter Bettina Schwarz die Ehrung für 50-jährige aktive Mitgliedschaft in der Herbacher Kapelle entgegen. Als kleines Dankeschön überreichte der Vorsitzende der Tochter eine Taschenuhr mit Gravur. Das Geschenk wurde dem Jubilar noch am Nachmittag von einer Musikgruppe ins Krankenhaus gebracht, die Wagemann mit einem Ständchen überraschte.

Gelernter Polier

Die großen Verdienste des Jubilars rückte der Vorsitzende bei der Ehrungszeremonie ins rechte Licht. Neben seiner Vorstandsarbeit habe Wagemann viele Schüler auf Instrumenten ausgebildet. Mit großem Erfolg spiele er seit Jahrzehnten das erste Tenorhorn. Die größte Herausforderung für Wagemann sei der Ausbau des Vereinsheimes im Bürgerhaus Merkstein gewesen, das er als gelernter Polier zusammen mit vielen Mitgliedern zu einem „Schmuckkästchen” geformt habe, erinnerte der Vorsitzende.

Erste Gratulanten waren Landrat Carl Meulenbergh und Bürgermeister Gerd Zimmermann, die die Jubilare als „Motoren im Verein” bezeichneten.