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Anstehende Stadtteilgespräche: Die Frage danach, wie die Ortsteile aufgestellt sind

Anstehende Stadtteilgespräche : Die Frage danach, wie die Ortsteile aufgestellt sind

Die Schaufenberger werden eine gute Idee davon haben, wie sie am geschicktesten zum nächsten Supermarkt, zum Frisör oder in die City kommen – zu Fuß, mit Bus, Bahn, Auto, Rad? Gleiches gilt in Ost, in Mariadorf und all den anderen Alsdorfer Stadtteilen. Sicherlich haben auch Sie konkrete Vorstellungen, wie das von Ihrem Zuhause aus am cleversten gelingt.

Oder gelingen könnte, wenn das Thema Mobilität anders geordnet wäre, als es im Moment der Fall ist. Wenn Sie also mit dem Status quo ein Problem haben oder einen Verbesserungsvorschlag, dann können Sie Entsprechendes in einem der kommenden Stadtteilgespräche gleich an den Verwaltungschef persönlich richten: Bürgermeister Alfred Sonders.

Neben dem Thema Mobilität soll es vor allem um die Entwicklung der Sozialräume gehen. Grundlage ist eine Sozialraumanalyse der Städteregion in Zusammenarbeit mit allen Städten. Für den Alsdorfer Bereich ist sie im Rathaus auf zehn örtliche Sozialräume heruntergebrochen worden. „Wer hat wo wie viel Einkommen? Wie ist der soziale Status, wie sieht es mit dem Bildungsniveau aus?“

Fragen, die in einer Sozialraumanalyse betrachtet werden und die den Bürgern in den Veranstaltungen vorgestellt werden sollen. Im Grunde, sagt Sonders, seien die Alsdorfer Ortsteile gut durchmischt – so, wie man sich das als Stadt auch wünsche. Bedeutet: Dort finden sich Einwohner aus sämtlichen Bildungs- und Einkommenschichten. Allerdings gebe es auch Schieflagen: Vor allem in Mitte, wo durch das Wohnungsangebot – viel sozialer Wohnraum – vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen wohnen, die im Schnitt auch weniger Bildung erfahren haben. In kleinerem Maßstab bestehe dieses Problem auch in Alsdorf-Ost.

Darüber, wie ihr Stadtteil in dieser Hinsicht strukturell aufgestellt ist, werden die Bürger informiert. „Und dann werden wir fragen: Empfindet ihr selbst das auch so? Was muss eurer Meinung nach geschehen, um die Situation zu verbessern?“, sagt Sonders.

In den Stadtteilgesprächen gehe es darum „erst einmal Witterung aufzunehmen“, herauszufinden, wo die Einwohner hinsichtlich dieser beiden Themenkomplexe der Schuh drücke, um darauf im Nachgang zu reagieren und Anregungen wenn möglich mit in die Umsetzung zu nehmen. Sonders verspricht sich ähnlich positive Ergebnisse wie schon 2012, als eine erste Runde durchgeführt worden war – bezogen dieses Mal auf Zukunftsthemen, die Alsdorf in den kommenden 20 Jahren verstärkt begleiten werden.