Alsdorf: Die fantastische Welt des Tobias Müller

Alsdorf: Die fantastische Welt des Tobias Müller

Manchmal taucht Tobias Müller aus Alsdorf in eine antike Welt ein, die so ganz anders ist als die uns bekannte. Der junge Autor erschafft Fantasiewesen: „die Unsterblichen“. Diese sind mit menschlichen Gefühlen ausgestattet, und deren Schicksal ist es, ihre Verbündeten aus den Fängen des Bösen zu befreien.

Inspiriert von der bekannten Fantasy-Saga „Games of Thrones — Das Lied von Eis und Feuer“ thematisiert Tobias Müller in seinem Buch „Die Unsterblichen — Die Saat des Feuers“ einen Konflikt zwischen den Königreichen Arabea und Kaloma, der das instabile Gleichgewicht auf dem Kontinent erschüttert. König Tercius, einstiger Sklave im Feindesland, sitzt auf Arabeas Thron und sinnt, von Rache getrieben, auf einen Vergeltungsschlag. Dabei könnte eine Unterstützung durch den mächtigen Orden der Unsterblichen zu seiner stärksten Waffe werden. Der 19-jährige Tobias Müller hat den ersten Band einer auf zwölf Teilen angelegten Fantasy-Reihe veröffentlicht.

Christopher Paolini als Vorbild

Seine Leidenschaft für dieses Genre entdeckte er bereits in frühster Kindheit. Die Eragon Tetralogie „verschlang“ er nach seinen Worten regelrecht. Er sei fasziniert von der Wortgewandtheit des amerikanischen Schriftstellers Christopher Paolini gewesen. Mit gerade einmal 16 Jahren avancierte Christopher Paolini zum Bestseller-Autor. Tobias Müller möchte seinem Vorbild nacheifern und den gleichen Erfolg feiern, obgleich ein paar Jahre später.

Mit 15 Jahren begann er, die ersten Zeilen seines Fantasy Romans zu schreiben, der emotionale Facetten wie Liebe, Hoffnung, Hass und Trauer vereine. In der Schule war er für seinen kreativen Schreibstil bekannt und wurde von seinen Deutschlehrern als Nachwuchstalent bezeichnet, erzählt er. Seine Freundin und ehemalige Klassenkameradin Luisa Sonders beschreibt ihn als besonders begabt, da er die Fähigkeit besitzt, den Leser in seinen Bann zu ziehen. „Sie nimmt eine entscheidende Rolle in meinem Leben ein“, so Tobias Müller. Luisa verkörpert eine bedeutende Protagonistin namens „Dalia“ in seinem Buch und inspiriert ihn, wenn er sich in einer kreativen Findungsphase befindet. Sie zeichnet unter anderem auch für das Cover des Buches verantwortlich, auf dem König Tercius abgebildet ist.

Neben der Lektüre von reichlich Fachliteratur über die Antike, die Tobias Müller für den Hintergrund seiner Saga heranzog, erstellte er Stammbäume der verschiedenen Familien. „Bevor man anfängt zu schreiben, dauert es erst eine Zeit, bis man eine grobe Struktur angefertigt hat und die komplexen Zusammenhänge Sinn ergeben“, sagt er über seine Vorgehensweise. Auch seine Familie und seine Freundin standen ihm hilfreich zur Seite, um das Geschriebene immer wieder Korrektur zu lesen.

Trotz der großen Unterstützung sei es schwierig gewesen, einen Verlag zu finden, der sein Buch veröffentlicht. „Ich konnte nicht nur darauf setzen, ein erfolgreicher Autor zu werden und damit meine Brötchen zu verdienen. Neben dem Schreiben habe ich mein Abitur absolviert und das duale Studium Bachelor of Laws begonnen“, erklärt Tobias Müller.

Seinen Studiengang, der so gar nichts mit seiner Vorliebe gemeinsam hat, wählte er bewusst: „Ich brauche den Ausgleich, damit ich den Kopf abends zum Schreiben wieder frei kriege.“

Vor ein paar Monaten ist er dann auf Twentysix — den Self-Publishing-Verlag, der eine Kooperation zwischen der Verlagsgruppe Random House und Books on Demand ist — aufmerksam geworden und hat sein Buch dort selbst veröffentlicht. Die Altersfreigabe ist ab 14 Jahren, „da der Schreibstil und die Struktur des Buches für jüngere Kinder zu komplex ist“, begründet er seine Entscheidung für ein Mindestalter.

Mittlerweile verfasst Tobias Müller bereits den vierten Band der Saga, der genau wie die anderen Bücher um die 600 bis 700 Seiten haben wird. In einem Satz beschreibt er was sein Buch lesenswert macht: „‚Die Saat des Feuers“‚ist ein spannender Fantasy Roman, bei dem am Ende nicht immer nur die Guten als Sieger hervorgehen.“