Würselen: Die Düvelstadt hat wieder ein Dreigestirn

Würselen: Die Düvelstadt hat wieder ein Dreigestirn

Es war zwar seit Rosenmontag 2013 kein Geheimnis mehr, aber seit der Jahreshauptversammlung des Komitees Würselener Karneval ist es „amtlich“. In der Session 2013/14 wird der 54-jährige Präsident des Senats der KG Au Ülle, Harald Matthäus, der seit 21 Jahren im Karneval aktiv ist, das Narrenzepter in der Düvelstadt schwingen.

Und zwar mit dem Präsidenten der Gesellschaft, Achim Mallmann, als Bauer und dem Geschäftsführer des Senats, Gregor (Gregoria) Kreutz, an seiner Seite. Inthronisiert wird das Ülle-Trifolium am Samstag, 18. Januar, in einer Kostümsitzung in der Aula an der Klosterstraße. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Senats ist es Harald Matthäus eine besondere Ehre, einmal Prinz in der Düvelstadt zu sein. Keine Frage, dass das Dreigestirn einstimmig gewählt wurde. Ebenso Lucas Fuhrmann vom Karnevalsverein Hölze Päed, der als Kinderprinz die kleinen Närrinnen und Narren der Düvelstadt regieren wird. KWK-Vorsitzender Bürgermeister Arno Nelles freute sich mit den Abordnungen der Vereine, dass die prinzenlose Zeit vorbei ist. Dass sie nie mehr zurückkehren möge, dass wünschte er dem düvelstädtischen Karneval.

Ein letztes Mal waltete KWK-Geschäftsführerin Renate Worms ihres Amtes, bevor sie sich aus der Vorstandsarbeit nach 14 Jahren verabschiedete. Sie resümierte: „Die Session ohne Stadtprinz haben wir ganz gut überstanden. Die Welt ist nicht untergegangen und die Aussicht auf eine neue Session mit Prinz hat die Aktiven hoffen gelassen.“ Bei sonnigem, aber kaltem Wetter seien viele Zuschauer auf den Beinen gewesen, als sich der Tulpensonntagszug vom „Dörflein“ in die City bewegt habe. Ein voller Erfolg seien die Veranstaltungen an den Karnevalstagen in der Aula des Gymnasiums gewesen. „Die 14 Jahre Komitee Würselener Karneval waren für mich eine sehr schöne Zeit“, bedankte sich die Scheidende mit einem Tränchen im Augenwinkel bei allen, die sie während ihrer Zeit begleitet sowie mit Rat und Tat unterstützt hätten. Mit stehenden Ovationen erwiderten die zahlreich versammelten Karnevalisten ihren Dank. Als ausgefallenes Präsent überreichte Vorsitzender Nelles ihr einen Obstschnaps aus auf den Morlaixplatz-Bäumen gereiften Äpfeln. Er sei dankbar, dass sich Renate Worms auch künftig mit ihren Erfahrungen noch in die Komitee-Arbeit einbringen möchte.

Einen Überschuss hatte Kassierer Ludwig Bremen in der abgelaufenen Session erwirtschaftet, so dass die Dachorganisation finanziell auf gesunden Füßen steht. Die Revisoren Theo Kogel und Hans Sinken attestierten ihm eine exakte Kassenführung. Die einstimmige Entlastung war reine Formsache. Obwohl der Karneval in der Düvelstadt ohne einen Stadtprinzen mit einem blauen Auge davon gekommen war, sparten Ülle-Präsident Mallmann und Ülle-Ehrenpräsident Dieter Pütz nicht mit Kritik. Mallmann: „Es war eine Katastrophe. Die prinzenlose Session darf nicht schöngeredet werden.“ Und Pütz: „Es war eine Blamage, dass wir keinen Prinzen hatten.“ Dass die vergangene Session eine Lehre gewesen sei, räumte Vorsitzender Nelles ein. Den Blick nach vorne zu richten, mahnte die designierte Tollität an. Der Vorsitzende der Hölze Päed monierte aus Weidener Sicht, dass der Karneval in den Außenbezirken von offizieller Seite nicht die Wertschätzung erfahren habe, die er verdient gehabt hätte.

Vorstand neu gewählt

In Eintracht wurden die Weichen für die Zukunft des vaterstädtischen Karnevals bei der Neuwahl des Vorstandes gestellt. Er setzt sich wie folgt zusammen: Präsident Hans Sinken, stellvertretender Präsident Friedel Beckers und Harald Matthäus, Geschäftsführer Heinz Horbach, Stellvertreter Stephan Kriescher und Kassierer Ludwig Bremen. „Wir haben heute einen guten Weg eingeschlagen“, bedankte sich der Bürgermeister bei allen Karnevalsfreunden, die sich für ein Vorstandsamt zur Verfügung gestellt hatten, und wünschte ihnen bei der Pflege des Volksbrauchtums Karneval viel Erfolg.

(ehg)