Würselen: „Die Blumen des Bösen“: Zu den Texten gesellen sich Töne

Würselen: „Die Blumen des Bösen“: Zu den Texten gesellen sich Töne

„Die Blumen des Bösen“ heißt die akustische Inszenierung im Rahmen des Kulturfestivals X der Städteregion Aachen in Kooperation mit der Stadt Würselen am Samstag, 6. September, 20 Uhr, im Alten Rathaus, Kaiserstraße 36. Charles Baudelaire ließe sich mit einem späteren Popstar der Weltliteratur vergleichen.

Les Fleurs du Mal (Die Blumen des Bösen) markieren den Beginn der Moderne in der europäischen Dichtung. Baudelaire besingt in diesem Werk in kunstvollen, dabei zugleich eingängigen Worten die Liebe, die Wollust, den weiblichen Körper, doch auch den Tod und die wilde und dreckige Großstadt.

Der Schauspieler und Musiker Christian Redl (Tatort, Krabat) und der Jazz-Saxophonist Vlatko Kucan, der unter anderem schon mit Tom Waits und Giora Feidman arbeitete, durchschreiten Baudelaires Blumen des Bösen mit den Mitteln der akustischen Inszenierung. Mit einer Klangkulisse illustrieren sie eine Auswahl aus mehr als 100 Gedichten, denen Redl als Sprecher und Sänger mit einer großen Spannweite der stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten Leben verleiht.

Zur sprachlichen Schönheit der Texte gesellen sich Töne und Klänge, die die Stimmungen noch plastischer erlebbar machen. Das Ensemble macht Sprache zur Musik und Musik zur Sprache und verschmilzt so die Gegenwart auf der Bühne mit Baudelaires Emotionsfülle.

Karten für den Preis von 3 Euro sind erhältlich im Media Store des Zeitungsverlags Aachen in der Großkölnstraße 56 sowie im Kulturbüro des Alten Rathauses.

Mehr von Aachener Zeitung