Würselen: DHL-Zustellbasis jetzt offiziell eröffnet

Würselen: DHL-Zustellbasis jetzt offiziell eröffnet

Weithin sichtbar ist die neue, mechanisierte Zustellbasis der Deutschen Post DHL am Aachener Kreuz schon seit dem Baubeginn vor gut 14 Monaten. Am Montag wurde der rund 21.000 Quadratmeter umfassende Komplex offiziell in Betrieb genommen.

Im Inneren des von der Unternehmensgruppe Hellmich gebauten und finanzierten und von der DHL genutzten Objektes sorgt ein ganzes System von Transportbändern für die Zuteilung von stündlich 3500 Paketen auf 60 von hier aus bediente Zustellbezirke. „Wir versorgen Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath und Würselen“, sagte Betriebsleiter Oliver Zentis.

Zweistelliges Wachstum

Mit einem Geräusch, das einem starteten Flugzeugtriebwerk nicht unähnlich ist — aber ungleich leiser —, nimmt die Anlage ihren Dienst auf. Der dreidimensionale Scanner auf der ersten Etage sorgt für die richtige Auslesung der auf den Paketen angebrachten Codes.

Danach rutschen die Sendungen in die entsprechenden Fächer, von denen aus die Zusteller die Pakete für ihren jeweiligen Zustellbezirk bekommen. „Die Verteilanlage ordnet automatisch die Sendungen in Kastenrutschen zu, die bis zu 200 Pakete fassen“, sagte Zentis bei der gestrigen Vorstellung.

In den bisher üblichen Zustellbasen war das reine Handarbeit, in Würselen kümmern sich 70 Vollzeitkräfte um die ordnungsgemäße Zustellung der Pakete in der Region. Ziel ist eine Zeitersparnis und damit eine schnellere Auslieferung. „Wir wachsen zweistellig“, sagte DHL-Sprecher Dieter Pietruck. Vor allem durch den Internethandel boome das Paketgeschäft und sei der Ausbau der Logistik ein notwendiger Schritt.

Ein Paketzentrum wie das Würselener soll künftig noch mehr können. Dieter Schneider, Leiter der Niederlassung Brief Köln West, nannte dafür die in Köln und Umgebung „sehr gut angenommene Abendzustellung beispielsweise von Lebensmitteln. Viele ältere Menschen lassen sich dort von unseren Mitarbeitern den Kasten Wasser in den fünften Stock ohne Aufzug liefern.“ Doch das sei in der Aachener Region noch Zukunftsmusik.

Ganz flexibel nutzbar

Derzeit seien vor allem der modulare Aufbau und die Möglichkeit, die Zustellbasis beispielsweise in der Weihnachtszeit zu einem kleinen Paketzentrum umzufunktionieren, interessant. „Das ist durch flexibel nutzbare Be- und Entlademöglichkeiten und die bereits eingebaute Sortiertechnik problemlos möglich“, versicherte am Montag Dieter Pietruck.

(mabie)
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